27 Dezember 2008

schöne bescherung - von napier über tongariro crossing nach new plymouth...

huhu an alle, die das weihnachtsfest hoffentlich heile überstanden haben …

im gegensatz zu euch hat uns weihnachten dieses jahr nicht groß tangiert, außer vielleicht dass die letzten tage sehr viel spannendes und auch unvergessliches passiert ist.

noch am selben tag meines letzten blogeintrags sind wir von napier in richtung taupo aufgebrochen und haben ungefähr auf der hälfte der strecke auf einem kleinen parkplatz übernachtet bevor wir dann am nächsten tag unser ziel erreichten.

Taupo ist eine relativ einfache stadt, die sich am nordufer des größten sees neuseelands, dem lake taupo, angesiedelt hat.

Der see ist wirklich rießen groß und von einem aussichtspunkt, welcher später von uns auch als schlafplatz genutzt wurde, sehr gut zu überblicken.

Hinter dem see türmen sich die giganten des tongariro naturparks, welcher unser nächstes ziel sein sollte.

Doch vorerst erkundeten wir die umgebung taupo´s per pedes, denn diese hatte vor allem durch den waikato landschaftlich einiges zu bieten, denn er ist der längste fluss neuseelands und findet seinen urspung im lake taupo.

Die bekannten huka falls und die aratiatia rapids, ein staudamm, der viermal am tag geöffnet wird, waren dabei sehr einprägend.

Am darauf folgenden morgen war es ein gigantisches schauspiel, zu beobachten, wie die wassermassen des waikato, aus dem stausee durch das enge, sich zwischen den felsen entlang windenden flusstal, schossen und das leere tal mit rassender geschwindigkeit immer mehr gefüllt wurde.

Wir haben dabei vom obersten aussichtspunkt aus auch wieder fleißig fotos geschossen und somit danach das anschwellen des flusses in bilderserien sehr gut rekostruieren können.

Doch wie immer glaube ich kaum, dass diese bilder nur ansatzweise so beeindruckend wirken, wie es tatsächlich war, aber schaut selbst …;)

Nach diesen spektakeln machten wir uns auf den weg.

Das ziel lautete, wie schon erwähnt, tongariro national park!!!

Hier befinden sich unter anderem drei große vulkane - mt tongariro (1967m), mt ngauruhoe (2287m), mt ruapehu (2797m) und das faszinierende daran ist, das alle drei noch aktiv sind.

Anfangs wollten wir eine zweitagestour, den so genannten northern circuit, in angriff nehmen, doch die wettervorhersage war zu schlecht, als dass es sich gelohnt hätte.

Denn wandern macht ja schließlich am meisten spaß, wenn man auf dem gipfel ankommt und dann auch mit einer tollen aussicht belohnt wird.

Letztendlich haben wir uns dann, der vernunft wegen, für den tongariro crossing entschieden.

Das ist (zu recht) eine hoch gelobte eintagestour, welche für 7-8h veranschlagt war und an vielen herr der ringe-drehorten vorbei führt.

Unter anderem führt sie auch an zwei der drei genannten vulkanen, dem mt. tongariro und dem mt. ngauruhoe, vorbei, welche wir nach zeitlichen möglichkeiten auch bezwingen wollten.

Am vorabend reservierten wir zwei sitzplätze in einem bus, der uns von unserem zielpunkt aus zum start bringen sollte.

Daher übernachteten wir gleich am ziel, um dann später glücklich und erschöpft sofort „daheim“ sein zu können bzw. nicht an einen bus angebunden sein zu müssen.

Dann hieß es 5.30uhr aufstehen und die kälte zu ignorieren, was in anbetracht auf die vorfreude relativ leicht fiel.

Nach einer frühmorgendlichen stärkung am start pilgerten wir nun ca.7.30uhr los.

Aufgabenverteilung:

rudi: armer packesel mit 20 kilo in form von essen und vor allem trinken auf dem buckel!!!

lischen: zuständig für die spätere erinnerungserleichterung in bildlicher form … weiter nix – quasi knapp 200gramm am arm … :P … nicht ganz fair, ich weiß!!!

Anfangs führte uns ein einfacher weg stets leicht bergauf an einem fluss entlang durch erste lavafelder.

Die vegetation war hier nicht halb so gut ausgeprägt wie der touri-auflauf.

Erste selektion wurde zum glück an den darauf folgenden treppen vorgenommen, wo sich die spreu vom weizen trennte, wir endlich mal mehr sahen als nur den rücken des vordermannes und ich auch gegebenenfalls mal anhalten konnten, um das eine oder andere foto zu schießen.

Nachdem wir die soda springs erreicht hatten, bogen wir kurze zeit später entgegen den meisten zu unserem ersten abstecher nach rechts ab und waren somit auch fast allein, die den großen „bilderbuchvulkan“ bezwungen.

Der mt. ngauruhoe, welcher auch aus herr der ringe als schicksalsberg bekannt ist, ist ein perfekt symmetrischer kegel und spielt daher wahrscheinlich auch eine sehr große rolle!

Dann wurde es ernst, denn loses gestein machte die ganze sache (den aufstieg)nicht gerade einfacher – besonders nicht mit einem 20kilo-rucksack! (*rudi-bemitleid*)

Der aufstieg und das feeling des bergsteigens wurde durch erstes eis, das durchklettern von verschiedenen lavazungen, die verschiedenfarbigen gesteine und letztendlich das erreichen des ersten schnees noch einmal intensiviert.

Zumal diese art von wandern für mich völlig neu war und ich gar nicht fassen konnte was ich dann nach 2h purer konzentration auf dem gipfel erlebte.

Ich kann es nicht beschreiben – mir fehlen dazu die worte … schaut euch einfach die bilder an, dann wisst ihr von was ich schreibe! Der HAMMER !!!

Der weihnachtsmann hat es dieses jahr richtig gut mit uns gemeint, denn wir haben das bestmögliche weihnachtsgeschenk schon am 23ten in form eines kaiserwetters bekommen.

Unser glück ist dabei besonders auffällig, da es in der woche nur einen einzigen geeigneten tag gab und genau diesen haben wir erwischt.

Als ob die aussicht von da oben nicht schon beeindruckend genug gewesen wäre … nein !!!

Der vulkan muss noch ein i-tüpfelchen oben drauf setzen und zu guter letzt auch noch dampfen… wie geil ist das denn !?!

Wir standen da und konnten nicht fassen was wir da vor uns sahen … so etwas habe ich in meinem leben noch nie erlebt.

Wo man hochgeklettert ist, muss man ja bekanntlich auch irgendwann wieder runter und so kam es wie es kommen musste.

Für mich war der abstieg um längen spektakulärer und spaßiger als für rudi, denn es ließ sich gut runter rennen, wobei man richtig gut vorwärts kam, was mit einem rucksack allerdings schon fast zu schnell werden kann.

Als nächstes durchliefen wir eine hochebene, die uns erstmal wieder strecke machen ließ und das gerade erlebte ansatzweise zu verdauen bzw. versuchten wir es zu begreifen.

Am ende dieser hochebene führte ein inzwischen von uns als mittelschwer eingestufter weg hinauf zum red crater, dem höchsten punkt des eigentlichen tongariro crossings.

Von dort aus ging unser zweiter ausflug vom „normalo-weg“ ab – zum mt.tongariro.

Dieser aufstieg gestaltete sich um vieles leichter und wir waren im nu wieder zurück und folgten mit aufgesperrten augen und offenem mund munter weiter dem verlauf des weges vorbei am red crater und abwärts zu den emerald lakes, welche uns im schönsten türkis was die natur auf lager hat, entgegen schimmerten.

Nach dem blue lake haben wir gedanklich schon ein resumé gezogen, welches zu gunsten des angeklagten sehr sehr gut ausfiel und wir uns einig waren, dass dies wirklich den namen der besten eintagestour neuseelands, wenn nicht sogar der welt verdient hat.

Außerdem haben wir uns seelisch und moralisch darauf eingestellt lediglich noch bergab zum van zu wandern.

Doch so ohne weiteres ging das natürlich nicht – der weg hatte noch so manch eine überraschung im petto.

Der weg verlief aber ab jetzt stets bergab und brachte uns auf privatgelende noch einmal ins staunen, da pöltzlich der berg aus einigen spalten dampfte und wir wieder mal von einem schwefelgeruch umhüllt das erdinnere zu spüren bekamen.

Nach einigen flussüberquerungen und nun endgültig nicht mehr viel erwartend (denn schließlich muss doch auch irgendwann mal schluss sein) tauchten wir nach einer kurzen treppe auch noch in einen urwald ein.

Wir spazierten den letzten abschnitt neben einem regenwaldflüsschen, der ab und zu mal einen hübschen wasserfall aus dem ärmel zog, entlang und dachten nur : was für ein abschluss!!!

Nichts desto trotz sind wir glücklich und zufrieden nach 11h am auto angekommen.

Dennoch muss ich sagen, waren wir schon etwas platt.

Alles in allem kann ich nur allen, die irgendwann mal in neuseeland sein sollten, diesen rundum fantastischen, facettenreichen und zu keiner zeit langweilig erscheinenden weg nur wärmstens ans herz legen – genial!

Rudi hatte nach dieser gigantischen leistung sogar noch die kraft ein wenig das gaspedal unseren geliebten vans zu streicheln, sodass wir noch ein wenig strecke machten bis wir dann ziemlich am anfang des „forgotten world highways“ an einem fluss, worin wir versuchten unseren körpergeruch erträglicher werden zu lassen, halt machten.

Gedanklich in dem erlebten des tages schwebend und uns so langsam in den schlaf freuend … wurde ein unvergesslicher tag beendet … ;)

Am nächsten morgen (heiligabend) wurden wir vom regen, der mit einer anhaltenden intensität auf unser dach trommelte, geweckt. Da kam doch glatt weihnachtsfeeling auf.

Der erste schritt aus dem van auf die wiese und man stand knöcheltief im wasser – super… frohe weihnachten!!!

Daher war dieser tag ein geborener autotag, dh. dass wir ohne ein schlechtes gewissen zu haben, den tag im van verbringen konnten.

Der „forgotten world highway“ macht seinem namen alle ehre, denn gleich ziemlich am anfang verdeutlicht ein schild, wie vergessen dieses fleckchen erde wirklich ist.

Denn das schild lässt einen wissen, dass man in den nächsten 150km nach einer tankstelle und demzufolge auch jegliche größere zivilisation vergebens suchen wird.

Zu beginn säumten zahlreich saftig grüne hügel unsere strecke bevor sich der charakter in felsig und später sogar in „regenwäldlich“ änderte.

Der anhaltende regen machte dieses regenwaldfeeling perfekt und sehr naturnah, besonders wenn aus jeder felsspalte ein wasserfall entspringt, der auf der straße mündet.

Auch fragten wir uns zwischendurch kurzzeitig, besonders als uns mal wieder eine 12km lange schotterpiste beglückte und wir dann vor einem ziemlich schmalen steinernen tunnel standen, ob dies wirklich der state highway 43 sein sollte – doch er war es wirklich, wir haben es gesehen … ;)

Der tunnel brachte uns schlagartig zurück in das vertraute hügelige hobbitland.

Der lustige highway fand sein ende schließlich in stratford, wo alle straßen nach figuren aus shakespeares werken benannt waren.

Unser weg führte uns an diesem tag noch bis an die westküste nördlich des taranakis (2518m) - nach new plymouth.

In diesem verhältnissmäßig großen städtchen, welches knapp an die 50.000 seelen zählt, verbrachten wir nun die feiertage.

Und wie verbringt man heiligabend, wenn man sich nicht zuhause mit kartoffelsalat voll stopft und wartet, dass es nun endlich mal die geschenke gibt… ;) ???

Genau, man geht natürlich, wie es hier wahrscheinlich auch üblich ist, party machen!

So verbrachten wir heiligabend in einem club und sonst ist der ganze weihnachtstrubel auch ähnlich spurlos an uns vorüber gegangen.

Lediglich beim e-mail schreiben und bei dem anblick diverser weihnachtlich eingerichteter schaufenster schweiften die gedanken doch mehr als gewöhnlich zu den daheimgebliebenen familienmitgliedern ab.

Des weiteren haben wir uns in new plymouth mal wieder ein schwimmbadbesuch geleistet. Hier haben wir uns auf der 50m-außenbahn neben dem braun- und sauber werden mal wieder austoben können.

Am gestrigen tag lockte dann doch noch der riesen mounti - taranaki, den man aber leider nur spärlich zu gesicht bekam, weil dieser sich hinter den wolken verstecken musste.

Wir unternahmen, zwecks der fortgeschrittenen uhrzeit, nur eine zweistündige wanderung, welche wir aber in 50min absolvierten und hatten somit auch was von diesem etwas größeren hügel zu erzählen.

Nach fünf tagen wird es nun aber langsam auch mal zeit, dass wir gen süden in richtung wellington lostigern, weil wir da schließlich in das neue jahr reinrutschen wollen.

An dieser stelle wünsch ich schon mal allen einen guten rutsch.

Der plan sieht ebenfalls vor, dass wir am 4.januar mit der fähre auf die südinsel übersetzten und ich mich dann mal langsam aber sicher auf arbeitssuche begeben werde … mal schauen wo das hinführt… ;)

So, das war erstmal wieder das neuste von „down under“ …

viele liebe grüße … euer lischen

24 Dezember 2008

FROHE WEIHNACHTEN ! ! !

Ich wünsche euch allen ein frohes fest und ein paar schöne besinnliche tage mit der familie ... es grüßt das lischen aus new plymouth!!!

19 Dezember 2008

ostküste - von mt maunganui bis napier

Nachdem uns das wetter die letzten tage in Mt. Manganui nicht gut gesonnen war … wurde es nach einem morgendlichen läufchen schlagartig besser !!! Vielleicht lag es auch an der intensität des laufs, welche durch die höhenmeter deutlich gesteigert wurde, denn die strecke führte über den gipfel des Mount Manganui hinweg und war demzufolge auch sehr anspruchsvoll! Am auto wieder angekommen, belohnten wir uns mit einer abkühlung im meer. Neben den surfern mit den nicht ganz so kleinen wellen mitschwimmen hat definitiv stil !!! Nach diesem spektakel ließ das nächste nicht lang auf sich warten – der erste atemzug in rotorua wurde mit einem eindeutigem „ahgrrr …igitt“ beurteilt!!! Die stadt riecht einfach nur richtig penetrant nach schwefel… und … nein… es ist nicht angenehm!!! Deshalb beschlossen wir vorerst ein wenig außerhalb zu bleiben und fuhren an den Lake Tarawera, wo rudi noch die wassertemperatur des sees testete – leider ohne erfolg … ;P - und wir dann schlussendlich auch über nacht dort blieben. Am nächsten morgen wurde der wanderweg um den benachbarten Blue Lake mit einem läufchen erkundet und dann anschließend gleich zum dem verschütteten dorf – das pompje der südlichen hemisphäre – gefahren. Dort besserten wir den kultuellen anteil unseres trips etwas auf und besuchten ein museum mit dazugehörigem park. Alles drehte sich um das rekonstruierte dorf, welches 1886 bei einem vulkanausbruch zerstört wurde. Es war wirklich sehr interessant und besonders der spazierweg durch den park war idyllisch und mit viel liebe zum detail gestaltet. Doch es wartete schon der Rainbow Mountain und wollte von uns erklommen werden – wie nicht anders zu erwarten - im raschen tempo. Doch das wir so schnell sind, hatten wir nicht vermutet oder die kiwis sollten das mit dem prognostizieren der wanderdauer noch mal üben ;) … , denn die erste halbe stunde absolvierten wir genauso wie die zweite halbe stunde in jeweils 6 minuten und der fussmarsch sollte eigentlich 1,5h betragen. Den restlichen weg kam es mir vor als würden die gesamten höhenmeter allein auf dieser strecke gemacht werden. Letztendlich sind wir nach knapp 40minuten pitschnass aber glücklich oben angekommen. Nur 1h später lagen wir fast ganz allein in einem fluss mit badewannentemperatur - lediglich mit einer netten familie. Alles natürlichen ursprungs und einfach nur genial so etwas hautnah (im wahrsten sinne des wortes) miterleben zu können. Der ganze spaß nennt sich Kerosene Creek und ist eine Thermal Area. Andere fahren eine straße weiter und bezahlen dafür einen stolzen preis – wir haben das eindeutig cleverer gelöst und hatten unseren eigenen warmwasserpool inclusive störmung und einer traumhaften kulisse eines unberüherten waldes !!! … „Life could be worse!!!“ Nach diesem echt sehr beeindruckenden erlebnis war unsere letzte anlaufstation für diesen tag die Thermal Area mitten im zentrum von rotorua. Als wir an dem Kuirau Park aus dem auto ausstiegen, konnten wir es kaum fassen, dass hier menschen wohnen sollen. Der ekelige geruch setzte sich mit rasender geschwindigkeit in der nase fest. Nichts desto trotz war es genial anzuschauen – den charakter des parks zu beschreiben ist nicht einfach, aber ich glaube „zwischen genie und wahnsinn“ trifft es ganz gut! Überall waren holzzäune um blubbernde schlammlöcher und prodelnde Teiche, die einen auch teilweise den hunger vertrieben. Sehr sehr „strange“ die ganze sache!!! Auf jeden fall hatte sich der geruch schon so vertraut in unseren nasen festgesetzt, dass wir uns sogar getraut haben in mitten dieser dunstwolke zu essen und zu schlafen. Am darauf folgenden tag ging es nach Whakatane, um dort nach der info und einem kleinen mittagessen eine runde schwimmen zu gehen. Wieder einmal eine dusche plus trainingseinheit mit personaltrainer (rudi) für 3.40 $ … toll!!! Und natürlich habe ich – lisa – mal wieder das unmögliche möglich gemacht und habe beim rückenschwimmen unfreiwillig sehr enge „freundschaft“ mit der leine geschlossen, indem mein finger drin stecken blieb und ich von rudi befreit musste. (sehr lustig aber auch nicht zu empfehlen). Nach missglückter stromsuche haben wir uns dann ganz dreist mit unserem van neben einen holiday park an einen hübschen garten gestellt und dort übernachtet. Dann ging es zur letzten station vor dem east cape – opotiki. Auf der suche nach einer waschmaschine sind wir dann kurzer hand auf ein volksfest gestoßen und haben und kurz dazu gesellt. Später sind wir an den strand gefahren um dort in aller ruhe zu kochen. Doch das wurde etwas in die länge gezogen, denn als wir von der strandbesichtigung zurück zum auto kamen, war dube schon von einem kleinen kätzchen und ihrer mutti in beschlag genommen und diente als warmer unterschlupf. Die beiden waren so knuffig, dass wir uns das vertrauen (mit hilfe von wurst und milch) erarbeiteten und schon überlegten, ob wir sie nicht mit in die stadt nehmen sollten. Aber nun genug davon … sonst komme ich wieder ins schwärmen und es reicht schon wenn rudi das ertragen muss… (was er sehr gut meistert) … ;) Soo… nun war es endlich so weit und wir starteten in richtung east cape. Der highway 35 führte uns stets an der küste der bay of plenty entlang und hatte einiges zu bieten … eine bucht war schöner als die andere und es war auch relativ abwechslungsreich, da die charaktere der buchten auch variierten. Wir teilten uns die strecke bis zum cape so ein, dass wir ganz relaxed am abend ankamen. Der leuchtturm selbst steht auf privatgelende, d.h. man muss ein grundstück überqueren um den besagten punkt erreichen zu können. Nach mehr als 700 stufen bergauf erlebten wir noch den sonnenuntergang. Der east cape ist ein sehr guter grund, um sich mal wieder aus dem bett zu quälen, damit man dann mit einem sonnenaufgang belohnt wird. Also hieß es 4:30uhr augen auf, ein schluck von der cola, damit die augen auch aufbleiben und warm angezogen. Es hat sich definitiv gelohnt!!! Später haben wir in Te Araroa noch einmal aufgetankt, um die letzte strecke bis Gisborne auch ohne unfreiwilliges stehen bleiben bewältigen zu können. In Te Araroa selbst gab es dann noch den größten Pohutukawa Baum der welt auf dem schulhof der dorfschule zu besichtigen… echt mega rießig dieses bäumchen. Die strecke bis Gisborne verlief entgegen der strecke bis zum east cape nicht mehr so nah am meer entlang, sondern eher durch das hinterland und demzufolge auch etwas hügeliger. Die Tolaga Bay war fast der einige zwischenstopp den wir bis Gisborne einlegten. Dort gibt es den längsten Pier neuseelands zu bestaunen (660m). Gleich nebenan startet ein walkway, der zur Cooks Cove ging. Anfangs führtedieser mal wieder über eine schafsweide um dann später in einen bezaubernden wald einzutauchen und in einer kleinen bucht, in der james cook 1769 an land ging, zu enden. In Gisborne angekommen bestiegen wir den Stadthügel und schauten uns die eine und andere james cook statue an. Es ging relativ zügig weiter in richtung Napier, wo wir uns mit isa schon verabredet hatten. Vorher ging es noch für einen kleinen abstecher auf die halbinsel Mahia, welche den anfang der hawke´s bay markiert und dann über Wairoa nach Napier. Nun sind wir schon seit drei tagen hier und haben uns neben einem ausflug nach hastings ein weing auszeit vom reisestress … ;) … genommen. Heute werden wir noch nach Taupo fahren und die nächsten tage den Tongariro Crossing in beschlag nehmen. Also dann schicke ich euch noch viele vorweihnachtliche grüße über den großen teich aus dem warmen neuseeland. euer lischen

08 Dezember 2008

coromandel trip

Hallöchen alle zusammen!

Nachdem ich letztens 2,5 monate zusammen gefasst habe, möchte ich euch demnächst regelmäßiger über mein wohlergehen und die neusten erlebnisse infomieren.

Wie ich es schon erwähnt hatte, sind wir von Thames aus nach Coromandel getiegert.

Da es dort aber entgegen unserer vorstellungen sehr verschlafen war, haben wir diese kleine stadt nur als zwischenstop, und um noch ein paar lebensmittel zu kaufen, genutzt.

Dann ging es auf einer schotterpiste an der westküste von coromandel peinsula entlang, immer ein auge auf das meer gerichtet, bis hin zur Fletcher Bay.

Wir hatten gehofft, dass der idyllische schlafplatz, welcher am nördlichsten punkte der halbinsel - genau auf einer steilküste zwischen cape colville und Fletcher Bay gelegen war, uns auch einen schönen sonnenuntergang bescheren könnte – dem war leider nicht so… wäre ja auch zu schön gewesen.

Stattdessen setzte genau da ein 1,5 tage lang anhaltende schlechtwetterpassage ein.

Diese hielt uns leider von grossen taten ab und wir konnten erst gegen Mittag des darauf folgenden tages den Coromandel Walkway bezwingen, welcher eigentlich als wanderung geplant und nun als trainingseinheit umfunktioniert auch seine dienste leistete.

Da das wetter aber immer noch gegen uns zu sein schien, nutzen wir die zeit um ein paar kilometerchen zu machen und fuhren so wieder gen süden über Coromandel nach Whitianga, wo wir dann auch am hafen gekocht und schlussendlich ins bett fielen.

Am nächsten tag wollten wir die „309 Rd“ fahren, um uns dort einige sehenswürdigkeiten anzuschauen.

Aber leider war diese zur zeit gesperrt, sodass plan B nach einem sehr hilfreichen tipp des reiseführers in erscheinung trat und wir diesen tag dann später auch ganz stolz „The beachday“ taufen konnten.

Denn wir genossen die sonnenstrahlen, die uns mal wieder beglückten, während wir gar nicht mehr aus dem staunen raus kamen, weil eine bucht schöner als die andere war.

Türkisblaues wasser, weiße sandstrände und eine schaukel, die einen auf wolke sieben schweben ließ!!!

Fantastisch – einfach nur wie im traum – gerade in der vorweihnachtszeit !!! (mir fehlen dazu einfach die worte, dies näher zu beschreiben)

Diese Strände hießen übrigens Black Jack Beach, Otama Beach und Opito Bay, nur für die, die sich dafür interessieren ;)

Auf jeden fall hat dabei die Otama Beach von uns beiden 10 punkte abgestaubt! (nur so zum näheren verständnis – 10 punkte sind sehr sehr … schwer zu erreichen!)

Demnach haben wir dieses Paradies gleich als traininglokation genutzt, haben unsere runden am strand gedreht und noch ein wenig athletik hinten dran gehangen.

Als es Abend wurde sind wir dann zurück nach Whitianga und haben nach einem kleinen Verdaunungsspaziergang durch das örtchen wieder am hafen geschlafen.

Die Mercury Bay, welche von der Stadt Whitianga gesäumt wurde, haben wir mit einem ausfühlichen läufchen am nächsten morgen etwas näher erkundet.

Nachdem wir in einem Waschsalon mal wieder nebenbei gut strom für den laptop und die kamera gezogen haben, war der restliche tag dem Cathedral Cove Trip verschrieben, welcher sich rund um Hahei abspielt.

Es war ein wunderschöner spaziergang über knapp 3 stunden im zügigem schritt und ein paar abstechern zu verschiedenen buchten.

Leider war es da etwas überfüllt, aber das kann man nun mal nicht ändern, wenn man eine der hauptattraktionen besucht.

Schlimmer wurde es hingegen am Hot water beach, wo sich ca. 50 menschen auf 5x5metern eine schlammschlacht lieferten.

Wobei die sache eigentlich ganz interessant war – man gräbt sich ein loch, lässt ein wenig wasser hineinlaufen und schon hat man seinen eigenen heißen pool am strand.

Wir haben das ganze auf unsere weise gelöst und haben unser füße ein wenig abseits vesinken lassen, dabei hatten wir mindestens genauso viel spaß, während die anderen sich da im dreck geaalt haben.

Echt zum schmunzeln das schauspiel!!! (typischer touri-alarm)

Da es schon sehr spät war sind wir lediglich noch nach Tairua gefahren und haben dort die schöne aussicht über die halbe stadt genossen, da die andere hälfte als insel auf einem berg gelegen war.

Während rudi bei dem versuch kühe zu fangen geholfen hat, hatte ich meinen spaß von einem höher gelegeneren plätzchen aus das spektakel zu beobachten.

Nachdem wir dann parallel zum sonnenuntergang gekocht und gegessen hatten, haben wir den stellplatz ein wenig geändert und sind direkt an den strand gefahren, um dort zu schlafen und dann morgens gegen 5.30 uhr das naturschauspiel eines sonnenaufgangs am strand mit zu erleben.

Später sind wir beide dann zum ersten mal im Pazfik baden gewesen. GENIAL!!!

Später machten wir uns auf den weg zu „Broken Hills“ – Goldmienen en masse!

Dort waren wir mit allen abstechern eingerechnet mal wieder 3 stunden zügig unterwegs. (fast alles bergauf, sodass diese wanderung schon fast den stellenwert einer trainingseinheit hatte, den flüssigkeitsverlust betrachtend… ;)

Mit inbegriffen war dabei eine wanderung durch 500m Dunkelheit – eine Goldmiene.

Die stirnlampe hat also mal wieder gute dienste geleistet.

Dann stand laut streckenplan Waihi Beach auf dem programm, wo wir am nächsten morgen ein relativ anspruchvolles läufchen bis zur nächsten bucht unternahmen.

Am gleichen tag sind wir noch bis kurz vor Tauranga gekommen und wollten dort ursprünglich „nur“ kochen, sind dann aber dort geblieben und haben den nächsen tag sinnvoll genutzt um unsere inneneinrichtung nun endlich mal zu komplettisieren und unsere socken-fächer an der decke anzubringen. Also hieß es nähen damit unsere konstruktion auch eine lange lebensdauer hat.

Da hat es sich nach der matratze schon das zweite mal gelohnt, dass ich früher von meiner oma das nähen beigebracht bekommen habe – und es wird sicherlich nicht das letzte mal gewesen sein. (an dieser stelle: Danke omi ! ;) …)

Nebenbei konnte rudi auch seine fähigkeiten aus dem werken-unterricht (was ja nun schon eee…wigkeiten zurückliegt, wieder auffrischen und nun von sich behaupten, dass er nähen kann …da stellt sich nur die frage, ob er darauf stolz ist – wer weiß?

Leider haben wir uns bei dieser aktion beide einen ziemlichen sonnenbrand zugezogen. Naja, … aus fehlern lernt man… . Auf diesem parkplatz hat uns auch ein vermutlicher kiwi ein geschenk gemacht – austern!!! Noch nie gegessen, doch nun mussten wir gezwungenermaßen probieren … meine meinung hat sich auch nach dem kosten nicht geändert – ichwerde es also nicht in meinen faforisierten speiseplan aufnehmen – soviel ist sicher!!!

An diesem tag sind wir dann nach Tauranga rein gefahren und haben uns ein läufchen um (rudi) bzw. am see entlang (ich) gegönnt. Wobei es mir gar nicht so gut ergangen ist. Es gibt eben auch schlechte tage… .

Abends sind wir dann an der strandpromenade, genannt „The Strand“, feiern gegangen. Hat mich gefreut, dass es auch zu zweit geht.

Dann sind wir über die Habour Bridge zu der nachbarstadt Mt. Manganui gefahren und haben da die letzten zwei nächte mal wieder am strand verbracht.

Gestern waren wir in dem freibad „Hot Salt Pools“ , wir haben es uns schöner vergestellt. Es war nicht möglich dort ordentlich zu schwimmen, da sich das salz-chlor-gemisch so penetrant in der nase festsetzte, dass wir es nicht länger als eine gutestunde ausgehalten haben.

Neben schlechtem wetter konnten wir wenigstens das große aufgebot an surfern beobachten und unser interesse weiter ausbauen – vielleicht findet sich ja irgendwann einmal die möglichkeit die neuseeländischen wellen via surfbrett, bei besserem wetter und kostengünstiger, zu erobern.

Nun erhoffen wir uns für die nächsten tage besseres wetter, aber das muss ich euch ja nicht sagen.

Wir planen nun als nächste station Rotorua anzufahren und dort weiter zu sehen.

Also dann, das wars erstmal wieder von mir …

Ich hoffe ihr seid nicht schon zu sehr gestresst von der alljährichen geschenkejagd … und dem weihnachtsrausch.

Ich kann euch ein wenig beruhigen - bei uns ist genau so an jeder ecke weihnachtszeug in schaufenstern und der Weihnachtsmann rennt hier genauso mit mantel und bart rum … allerdings gibt es auch welche, die in badeshorts auf einem surfbrett dargestellt sind… echt lustig anzuschauen … ;)

Schaut einfach mal meine fotoalben auf picasa an… um ein paar eindrücke zu bekommen.

Cya

Euer kiwi-lischen