17 November 2016

prolog - die ersten zwei monate 09-11/2008

Es wird nun endlich mal zeit euch daheim gebliebenen wissen zu lassen, was ich bis jetzt schon alles erlebt habe.

bereits vor mehr als zwei monaten habe ich mich mit (ruck-)sack und pack auf den weg in MEIN abenteuer begeben.

Dieser endete auf der südlichen halbkugel – am anderen ende der welt – im Land der langen weißen wolke – bei den kiwis und maoris – in dem land, wo englisch gesprochen - links gefahren - der abfluss links herum abläuft - … und welches New Zealand genannt wird!

Vor knapp einer woche haben wir (d.h. rudi und ich) uns in auckland einen van, der liebevoll auch dube genannt wird, gekauft.

Zurzeit sind wir auf der hübschen coromandel halbinsel und werden heute noch von thames nach coromandel-city fahren. Hier in thames haben wir als duschmöglichkeit das schwimmbad endeckt. zum halben preis einer öffentlichen dusche gab es 2h pure sonne und etwas personal training gratis. das wird wohl nicht der letzte ausflug in einen pool gewesen sein...

Seit meiner landung ende september habe ich bis jetzt das komplette northland, dh. alles was nördlich von auckland liegt, gesehen, das hat einen dicken haken und stets große staunende augen bekommen.

Dazu gehören vor allem der Cape Reinga, die gigantischen sanddünen, der ninty mile beach, die landschaft der Bay of Island (besonders hervorzuheben sind hierbei strände, buchten, wasserfälle und vegetation)

Den größten teil habe ich mit rapha und stefan gemeinsam erkundet, weil sie mich in paihia, wo ich 1,5wochen als cleaner gegen freie unterkunft und freies kayaking gearbeitet habe, für einen trip zum cape reinga überzeugen konnten.

So habe ich dann in knapp einer woche den norden gesehen und alles erlebt was man so mitnehmen konnte, also von sandboarden über wanderung durch einen kauri-forest oder auch einfach nur am strand liegen uvm. .

Wieder in auckland angekommen, trennte ich mich auch schon wieder von den beiden,weil sie dann weiter richtung süden wollten und ich aber noch warten wollte bis rudi da ist.

Noch am selben tag habe ich max, den ich aus paihia kannte, wieder getroffen und mich gleich mit ihm zu einem rangitoto-trip am nächsten tag verabredet.

Rangitoto ist ein vulkan, der als insel aus dem meer herausragt und in ca. 15min mit der fähre von auckland aus erreichbar ist.

Die 360°-aussicht auf der spitze des vulkans war der hammer!!!

Nach diesem erlebnisreichen tag quartierte ich mich dann im QSB-hostel ein, wo ich gleich massig bekanntschaften machte und dann auch die nächste woche deshalb dort geblieben bin.

Die meiste zeit verbrachte ich mit olli – es war sehr lustig!

Neben ausflügen bespielsweise an die mission bay nutze ich die zeit in der metropole auckland um einen vernünftigen rucksack aufzutreiben (denn meiner war mir schon auf der hinreise kaputt gegangen) und mich um wwoofing-farmen zu kümmern.

Letztendlich bin ich dann nach puhoi gefahren, wo ich mit einem swiss-couple (jenny and paul) eine woche lang lebte und arbeitet. Wir verständigten uns stets auf englisch und dadurch hat sich in dieser woche mein englisch enorm verbessert ;)

Meine aufgaben waren früh und abends schafe, schweine und hühner zu füttern, unkraut zu jäten und zu mulchen.

Es gab sehr sehr leckeres und vor allem gesundes essen und ich hatte auch die gelegenheit jeden tag mit shiva und ferrari (hunde) laufen zu gehen, wobei ich einen wunderschönen wasserfall entdeckt habe.

Anschließend bin ich von dieser farm aus gleich auf die nächste nach oratia zu carolyn und anthony gefahren.

An dieser stelle muss ich mich jetzt etwas kurz halten, denn es waren einfach zu viele eindrücke.

Diese farm ist als trop. Garten ausgelegt und sie veranstalten auf dem traumhaften areal hochzeiten.

Ich habe genau die zeit der flowershow abgepasst, welche einmal im jahr stattfindet und sich jeder gärtnereibetrieb in szene setzt.

Ziel ist dabei natürlich gold zu holen und somit werbung zu machen. Und somit war ich den ganzen tag mit carolyn und anna beschäftigt einen trop.garten der obersten liga zu errichten.

Ich hatte mein eigenes haus mit terrasse und habe mich mit allen super verstanden.

Isa kam dann auch noch dazu und es war richtig lustig.

An meinem letzten tag hat uns jed (der älteste sohn) mit zum flugplatz genommen.

Er ist pilot und hat uns eine stunde lang über auckland nur noch staunen lassen.

Ich selbst durfte bis nach piha (an der Westküste gelegen) am strand entlang und wieder bis nach auckland fliegen.

Er hat noch einen abstecher zum sky tower gemacht und hat uns dann heil wieder nach unten gebracht. Es war gigantisch!!!

Danach hieß es aber abschied nehmen, denn olli hat mich gleich darauf auf der farm abgeholt und wir sind gleich bis nach piha durchgefahren, um uns dort ein wenig die sonne auf den bauch scheinen zu lassen.

Den nächsten Vormittag hieß es dann : „ Rudi ist da!!!“ Ich bin mit olli zum flughafen gefahren, um ihn zu überraschen und ich glaube sogar, dass es funktioniert hat ;)

Die darauf folgenden tage waren rein organisatorisch und immer vollgestopft.

Die autosuche stand dann wenig später auch auf dem programm und war die einzige hürde, die noch zu überwinden war, um endlich loszutiegern und das tolle Neuseeland zu erobern – es war zwar mühselig aber es hat sich gelohnt, so hoffen wir!!!

Die erste nacht verbrachten auf dem mt.Wellington, welcher uns einen sehr schönen sonnenuntergang bot.

Am nächsten tag sind wir dann nach piha gefahren und wollten dort nach einem läufchen den sonnenuntergang auf dem lion rock (ein fels am strand) genießen – war aber leider nicht möglich, weil ein weg gesperrt war.

So haben wir noch ein wenig die surfer mit einer recht passablen kulisse beobachtet.

Am nächsten morgen ging es ein letztes mal nach auckland, um noch ausstehende besorgungen für unseren kleinen dube zu machen.

Die letzte nacht verbrachten wir dem anlass passend auf dem mt. Eden und sind wieder ins schwärmen gekommen, während wir in den himmel schauten.

Nun sind wir aufgebrochen und das abendteuer kann richtig beginnen.

Wer weiß was morgen passiert???

Viele liebe grüße an alle, die im kalten deutschland schon jetzt dem frühling wieder entgegen fiebern.

Euer lischen

19 Februar 2009

greymouth bis dunedin

Huhu meine liebsten treuen leser !!!

Nach einer längeren durststrecke melde ich mich nun endlich mal wieder aus meiner persönlichen kiwiwelt … es ist einiges passiert – so viel nur vorab!

also, äuglein aufgesperrt und ab und zu mal den mund wieder zu machen … ;)

Nachdem wir greymouth vor knapp zwei wochen verlassen hatten, führte uns unser weg in die jadestadt hokitika.

Dort besuchten wir eine kleine, aber feine jadeschmuckgallerie – merkten allerdings sehr schnell, dass sich unsere finanziellen mittel in einer anderen liga befinden … interessant war es trotzdem.

Am selben abend beobachteten wir an einem entlegenen plätzchen kurz vor dem schlafengehen ein paar glühwürmchen, welche uns eine tolle lichtershow boten.

Während meines läufchens am nächsten morgen entdeckte ich, bei typischem westküstenwetter, überreste eines kreativitätswettbewerbs am strand, wobei unter anderem kleine pinguinunterschlüpfe kreiert wurden.

Auf dem highway richtung süden gab es bis zu den beiden gletschern lediglich eine kleine sehenswürdigkeit namens ross, welche eine kleine historische goldminenstadt ist. Dort stehen immer noch verlassene häuser aus der goldrauschzeit … ansonsten war es aber recht unspektakulär.

Dem zu folge waren wir sehr zügig in franz-josef, einem sehr touristisch aufgezogen fleckchen neuseelands, welcher unmittelbar vor dem gleichnamigen gletscher liegt.

Dieser naturgigant, der mir bis jetzt eigentlich nur aus dem geografieunterricht bekannt war, wurde nun authentisiert und ich konnte das gelernte einmal hautnah erleben.

Auf grund der tatsache, dass wir uns läuferisch bewegten, konnten wir uns den gletscher aus verschiedenen perspektiven anschauen.

Als wir wieder am auto eingekehrt waren, wurden wir durch eine schar von fotografierenden touristen auf unsere ersten keas – große gummifanatische papageien – aufmerksam.

Sie machten sich an diversen auto ans werk jegliche dichtungen herauszupulen, um diese anschließend anzuknabbern – zur freude der beobachter, aber ebenso ärgernis der autobesitzer … ;)

Der gletscher war gegenüber den bereits gesammelten eindrücken, wie zum beispiel stränden, vulkanen oder auch der tierwelt einfach zu verschieden, als dass man es in irgendeiner weise vergleichen oder gegenüberstellen könnte.

Es war ein erlebnis, welches ganz klar eine sonderstellung einnimmt.

Der darauffolgende tag war dem foxgletscher verschrieben.

Doch zuvor verbrachten wir die nacht am lake matheson, um zum sonnenaufgang dort zu sein, wenn sich die südalpen mit dem mt cook auf der wasseroberfläche des sees spiegeln.

Nach der bisher wohl kürzesten und unruhigsten nacht starteten wir dank der tollen wettervoraussetzungen verhältnismäßig gut in den tag.

Die wenigen stunden schlaf haben wir hunderten mücken zu verdanken, die sich nachts einen weg durch die fensterrahmen in unser auto bahnten und uns fast zum verzweifeln brachten.

Ein kleiner trost war es jedoch als wir am nächsten morgen von unseren parkplatznachbar ähnliche beschwerden hörten … wir waren also nicht allein.

Der foxgletscher, der kleinere bruder des franz-josef, erschien uns als der attraktivere von beiden, da man quasi fast bis an das eis heran durfte.

Mit laufschuhen an den füßen ging es auch hier auf mehrstündige erkundungstour. So hatten wir die möglichkeit in kürzester zeit alle umliegenden wanderwege und aussichtspunkte zu erreichen und damit verschiedene eindrücke des gletschers zu bekommen.

Besonders beeindruckend war die kurze strecke auf der sich das gebirge vom meer bis hin zum mt cook – auf 3754 meter erhebt.

Unsere route führte uns ohne größere umwege bis wanaka, lediglich dem ship creek beach wurde dabei ein besuch und zwei fotos gewidmet.

Hier sahen wir durch zufall einen delfinschwarm in der ferne richtung norden ziehen … unglaublich aber wahr – neuseeland macht’s möglich!

Die strecke verlief auffallend schön am lake wanaka und anschließend am lake hawea entlang bis man schließlich am südufer des erstgenannten sees nach wanaka einrollte.

Mit einem frühmorgendlichen läufchen bestiegen wir den mt iron, von dem aus man eine atemberaubende sicht auf die kleine charmante stadt hat.

Nach dem frühstück stand die puzzling world auf dem programm. Dies ist eine attraktion für die hübschen kleinen gehirnwindungen, die in der letzten zeit nicht völlig sendepause hatten aber auch nicht sonderlich beansprucht wurden.

In dem eingangsbereich waren verschiedene gedulds- und geschicklichkeitsspiele auf tischen verteilt, wo wir reichlich 2 stunden zubrachten.

Des weiteren gab es ein labyrinth, welches dreidimensional und das erste seiner art und größe auf der welt war.

Wir absolvierten dieses sehr anspruchsvolle labyrinth innerhalb von 50 minuten mit einer menge spaß.

Der komplex hatte außerdem mehrere illussionsräume zu bieten, die einem vor augen führen wie einfach die menschlichen sinne zu täuschen sind.

Darunter zum beispiel ein 15° geneigter raum, in dem es scheint, als ob wasser aufwärts fließt und sich eine billiardkugel der erdanziehungskraft widersetzt.

Alles in allem ein sehr gelungenes konzept, das vor allem bis ins kleinste detail – z.B. klobrillen – begeistert.

Nächste anlaufstation war queenstown.

Diese kleine stadt lebt ausschließlich vom tourismus. Im winter kommen zu den backpackern noch die skifahrenden urlauber hinzu, da es ringsherum schöne skigebiete gibt.

Der tourismus prägt die stadt im sinne des trubels und des ständigen begängnisses in der fußgängerzone.

Durch zufall sahen wir eine ausschreibung für einen volkslauf, der am späten nachmittag stattfinden sollte.

Nachdem rudi plante mitzulaufen, entschloss ich mich kurzer hand ebenfalls dazu.

Mein erster laufwettkampf, der über die strecke von 800m hinausging, die zu leichtathletikzeiten die größte herausforderung für mich darstellte… ;)

Ich absolvierte die 5km lange strecke und bin noch am leben.

Grob zusammengefasst kann ich sagen, dass es mir riesig spaß gemacht hat und es wahrscheinlich nicht das letzte mal gewesen sein wird.

Und man glaubt es kaum, ich kannte sogar den gewinner … mein reisepartner! =)

Der stadtpark machte uns um eine weitere sportliche erfahrung reicher, denn es gab dort die möglichkeit frisbeegolf zu spielen – richtig genial und anschließend mit sehr unangenehmen muskelkater verbunden … ;)

Der bevorstehende trip zum milford sound kostete uns zwar einen größeren umweg, weil dieser am ende einer 120km langen sackgasse lag, doch es hat sich gelohnt.

Am anfang dieser sackgasse liegt te anau.

Dieses kleinere städtchen hat sich am ufer des gleichnamigen sees angesiedelt und diente uns als letzter zwischenstopp vor der 240km tankstellenlosen strecke.

Nachdem man den see passiert hat, taucht man nahezu anschließend in den fjördland nationalpark ein.

Bis zum milford sound machten wir lediglich dreimal halt…

Erste station waren die mirror lakes (spiegelseen), in denen man auf der glatten wasseroberfläche die gegenüberliegende gebirgskette sehen konnte.

Zweite station hatte einen sportlichen charakter, da wir ein kleines stück des eigentlich mehtägigen routeburn tracks anliefen, um einen eindruck zu bekommen.

Auswertung: steil – steiler – routeburn track!

nein, ganz so schlimm war es nicht nur leider zu steil zum laufen … ;)

Und die letzte pause gönnten wir dube vor dem homer tunnel, da zwischen 9 und 18 uhr immer nur eine fahrtrichtung 15minuten lang freigegeben ist und wir somit zum warten gezwungen waren.

Dube hat sich gefreut … der berg war bis dahin schon nicht so ohne.

An dem hafen vor dem milford sound angekommen, buchten wir zwei plätze auf dem kleinsten und preiswertesten dampfer und eine halbe stunde später ging der spaß los.

Mit knapp 20 anderen touris teilten wir uns 1,5 stunden das oberste deck …

Das ambiente stimmte also mit sehr viel bewegungsfreiheit, guter sicht und kostenlosem kaffee für mich *juhu*

Die rundfahrt führte uns an allen attraktionen vorbei bis aufs offene meer.

Gleich zu anfang fuhren wir bis auf wenige meter an eine robbenkolonie heran, die uns keine größere beachtung schenkte und sich in ruhe beobachten ließ.

Es folgten der mitre peak, die bowen falls und die stirling falls, an welche wir so nah heran gefahren wurden, dass wir uns quasi unter dem wasserfall befanden und dem entsprechend nass wurden.

Zusammengefasst ein sehr gelungener ausflug und sicher nicht ganz ohne grund eine der hauptattraktionen neuseelands, die wahrscheinlich fast jeder, der das land erkundet, auf seinem plan stehen hat.

Die rückfahrt gestaltete sich interessant, da dube am homer tunnel brodelte.

Wir stellten bereits fest, dass er die letzten tage immer heißer wurde und sich damit mehr und mehr als sorgenkind etablierte, welches unbedingt eine werkstatt benötigt.

Da wir dachten, dass es aus organisatorischen gründen besser wäre dube in einer größeren stadt wegzuschaffen, setzten wir uns invercargill als ziel.

Daher schonten wir dube so gut es ging und übernachteten am rande der southern scenic route, welche nachdem wir te anau erneut passierten in südliche richtung weiterführte.

Am nächsten morgen machten wir uns, mit dem großen ziel invercargill irgendwie zu erreichen, auf den weg und fuhren somit statt nach geschwindigkeits- nach temperaturanzeige.

Dube fand diese idee nicht so toll und streikte nach wahnsinnigen 15 gefahrenen kilometern und wo soll es sonst passieren als irgendwo im nirgendwo … anders wäre es ja nicht spannend genug gewesen!

Zum glück sind wir mitglieder im neuseeländischen adac und konnten somit recht schnell abgeschleppt werden.

Doch bevor die einheimischen autoklempner dies taten, wurde ganz nach kiwiart ein eimer wasser aus der nachbarschaft geholt und in den kühler gegossen … nix kühlerflüssigkeit – warum auch? ein auto wird hier eben fahrbar gemacht und nicht verwöhnt … :D

In der werkstatt angekommen …

Erste diagnose: kleiner riss in einem schlauch - 24$ - wir: *rumhüpfend* billiger konnten wir nicht davon kommen.

Doch zu früh gefreut … nach einem kilometer - keine besserung … also zurück!

Zweite diagnose: kühler muss ausgebaut und gereinigt werden!

Das hätte für uns 5 tage wirklich richtig tiefe pampa bedeutet, da der kühler nach dem ausbauen erst in die stadt geschickt werden gemusst hätte, um dort gereinigt werden zu können.

Doch der nette autofritz bot uns an es mit einfachem ausspühlen zu versuchen, was wir deutlich bevorzugten - hauptsache wir kommen da weg

Ende vom lied: um 110$ ärmer - eine geschichte reicher - und dube mit neuer persönlichkeit als icebox!!! und die hauptsache - alle drei glücklich … *puh*

Damit konnten wir nach diesem nervenaufreibenden vormittag unsere reise auf dem southern scenic highway fortsetzen und stießen in riverton auf eine niedliche kleine robbe, die sich auf einem stein im blitzlichtgewitter aalte und überhaupt nicht scheu für uns posierte.

Ich habe mich vor entzücken kaum zügeln können … der arme rudi … ;)

Kurz darauf erreichten wir invercargill, endlich wieder zivilisation nach der dünn besiedelten westküste.

In dem großen stadtpark, queens park, sahen wir unter anderem diverse papageienarten und kängurus.

Ansonsten war die stadt auffallend schön und nicht übermäßig vom tourismus geprägt.

Nachdem wir die stadt wieder verlassen hatten, durchquerten wir die region, die sich catlins nennt.

Dabei gab es das eine oder andere feinschmeckerchen fürs auge … den slope point, als südlichsten punkt der südinsel und einen versteinerten wald mit gelbaugenpinguinen, die am späten nachmittag an land kamen.

Wir sind sicherlich nicht die einzigen gewesen, die vorher noch nie pinguine gesehen hatten und von daher kann man sich sicherlich vorstellen, wie wir uns gefreut haben.

Nach diesen vielen höhepunkten in so kurzer zeit drehten wir dem äußersten süden den rücken zu und bogen somit auf die zielgerade ein … es ging nun richtung norden und wir schafften es noch am selben abend bis nach dunedin.

Hier sind wir schon seit ein paar tagen und tingeln mal wieder zu dritt umher - isa ist wieder an bord!

Zusammen haben wir eine billige ganzkörperwäsche in einem salzwasserfreibad abgegriffen.

Die kulisse war besser denn je … direkt am meer konnte man während eines päuschens beim schwimmen das rege treiben an dem beliebten surferstrand beobachten - traumhaft!!!

Außerdem statteten wir der steilsten straße der welt, so wird es zumindest behauptet, einen besuch ab.

Sie ist 161m lang und legt einen höhenunterschied von 47m zurück … an der steilsten stelle beträgt der anstieg 38% - wirklich beeindruckend. Hochgefahren sind wir aber trotzdem nicht…;)

So, da sind wir nun - der reisemarathon geht in die letzte runde und die wird heute in angriff genommen.

Ich werde mich wohl das nächste mal aus christchurch melden, aber vorher schauen wir uns den mt cook und die moeraki boulders an.

Dann lasst euch von der arktischen kälte nicht zu sehr runterziehen…ich schau mal, ob sich der kiwiwettergott dazu überreden lässt, mit dem deutschen kollegen ein ernstes wörtchen zu reden … ich geb mein bestes … ;)

Dann sende ich euch erstmal ein paar sonnige grüße über den teich …

cya euer lischen

05 Februar 2009

tasman bay & golden bay bis greymouth

Ein sonniges hallihallöchen … ins kalte deutschland!!!

Ich weiß was ich hier nicht vermisse…ja, richtig den winter!

Bei strahlendem sonnenschein und temperaturen stets über 20° eroberten wir nun den abel tasman nationalpark, den norden der südinsel und den anfang der westküste, wie ich es in meinem letzten post angekündigt hatte.

Froh und munter und den neuen erlebnissen entgegenblickend, machten wir uns auf den weg richtung marahau.

Dieser kleine ort war der ausgangspunkt für einen einmaligen kanutrip an der von stränden gesäumten küste des abel tasman nationalparks entlang.

In motueka, der letzten größeren „stadt“ vor dem nationalpark, informierten wir uns über das wetter der nächsten tage und entschieden, dass die optimale lösung die zweitagesvariante ist, um somit einen sonnenuntergang sowie – aufgang mit einer kullisse der extraklasse sehen zu können.

Daraufhin haben wir letzte vorbereitungen getroffen:

im supermarkt deckten wir uns mit reichlich tunfischdosen ein und eine nacht auf dem zeltplatz der watering cove wurde reservierten.

Nach einem kleinen abstecher nach kaiteriteri erkundeten wir die ersten kilometer des wanderwegs, der der küstelinie des nationalparks folgt, mittels eines kleinen läufchens.

Am folgenden morgen konnten wir zum glück schon mit dem ersten wassertaxi des tages, welches um 8uhr ablegte, durchstarten.

Deshalb hatten wir bereits am vortag unseren einführungskurs absolviert und somit unsere wassertauglichkeit bewiesen… ;)

Allein die fahrt mit einem taxi der speziellen art war ein erlebniss – man wird von einem traktor, welcher im miniformat speziell für das transportieren der boote eingesetzt wird ins wasser manövriert, was sich bei ebbe in ein abstoßen des bootes ins wasser umformt.

Nun geht es endlich los und der traum, den ich mir schon in deutschland ausgemalt habe, wird endlich wahr…

Auf der fahrt an den endlos vielen gelben stränden vorbei gab es gleich zu beginn einen kleinen höhepunkt, denn der bootsführer hatte einen pinguin gesichtet – einen kleinen blauen pinguin, welcher zu der kleinsten pinguinart der welt gehört… niedlich^^

… doch es sollte bei weitem nicht der letzte höhepunkt gewesen sein!!!

Nach einer rasanten flummiartigen hopserfahrt über die wellen wurden wir mit unserem kanu am onetahuti beach zurückgelassen und nachdem wir alle unsere mitbringsel im schwimmendem untersatz verstaut hatten, ging es nun endlich nach 9 uhr richtig los…

Erste anlaufstation und geheimtipp unserer einweiserin vom vortag, lag ein stück nördlich und nennt sich shag harbour.

Zwischen felsen hindurch gelangt man in eine traumhafte bucht mit türkisblauem wasser… dort hieß es zwei minuten innehalten und genießen…

Nach diesem morgendlichen feinschmeckerchen steuerten wir tonga island an, wo sich eine seelöwenkolonie niedergelassen hatte und sich die sonne auf ihre nicht zu kleinen bäuche scheinen ließ.

Ein paar von ihnen amüsierten sich auch im wasser direkt neben uns.

Nur 1,5 stunden nach dem ablegen in der onetahuti bay und eigentlich schon mit viel zu vielen eindrücken im gepäck ließen wir die paddel fliegen und brachten uns und unser kanu somit recht schnell wieder ans festland, wo der nächste traumstrand schon förmlich danach schrie von uns fotografiert zu werden.

Er nannte sich tonga quarry.

Wir verweilten ein paar minütchen … und schon ging es auf zur nächsten bucht – der bark bay.

Während des paddelns und herumschauens wurden wir plötzlich mit offenem mund in spähposition und kamera in der hand versetzt … ist da wirklich gerade ein delfin vor unseren augen im wasser rumgesprungen??? … ja, ist er!!! *ohne worte*

Doch leider war die summe der visualisierungs- und reaktionszeit meines fingers auf dem auslöser der kamera zu groß, um ihn zu erwischen… schade, aber wir haben ihn oft genug gesehen!!!

Nach dem passieren einer sandigen landzunge tauchten wir wiederholt in eine andere welt ein.

Der charakter ändert sich entgegen dem offenen meer schlagartig in ein ruhiges sanft fließendes gewässer, in dem man sich in ruhe treiben lassen und zumindest ansatzweise versuchen kann die letzten stunden etwas zu realisieren – bei mir jedoch ohne erfolg!!! ;)

Da die flut an diesen beiden tagen um die Mittagszeit herum lag, konnten wir fast alle dieser meeresarme befahren und somit alles auskosten konnten, was die küste des nationalparks hergibt.

In der frenchman bay konnten wir, aufgrund einer nachmittagsruhe am postkartenstrand, den faszinierenden unterschied zwischen ebbe und flut (bzw. benachbarte bucht voll und leer) beobachten.

Da wir schon den ganzen tag viel zu schnell waren, genossen wir ein wenig länger die sonne und paddelten irgendwann durch die mad mile, die wahrscheinlich sonst immer „mad“ also schwer zu paddeln ist, um zur watering cove zu gelangen.

Dieser strand sollte unser übernachtungsplatz sein.

Allerdings waren wir der meinung, dass dieser tag einfach zu perfekt war … sodass wir kurzer hand beim rausziehen des kanus, dieses noch einen kleinen umweg über meinen zeh machen ließen.

Dennoch konnte nicht einmal der harte boden auf dem wir schliefen (in einem zelt) die stimmung trüben – mit sonnenbrand, dicken armen (zumindest bei mir) und frohem gemüt schlummerten wir ein.

Am nächsten morgen … halt … nennen wir es „noch in der nacht“ … machten wir uns erneut auf den weg.

Mit dem sonnenaufgang auf dem wasser hat der neue tag schon einmal prächtig begonnen und für die folgenden zwei stunden sahen wir keine menschenseele weit und breit.

Anfangs fuhren wir wiederholt in richtung norden, um uns die torrent bay, die wir am vortag ausgelassen hatten, anzuschauen.

Anschließend nahmen wir kurs auf anchorage und ließen uns dort zum mittagsbrutzeln nieder.

Nach diesem kindergartenvormittag mussten wir zum ersten mal gas geben, da wir schon 16uhr wieder in marahau sein mussten und noch den weiter südlich gelegenen split apple rock erspähen wollten.

Da anchorage ca. die hälfte der gesamten nord – südstrecke von anfangs- bis endstation darstellte, mussten wir nun drei stunden am stück unsere fortbewegungsmittel ihren zweck erfüllen lassen… was ziemlich an meinen kräften zehrte!

Letztendlich haben wir es aber locker geschafft.

Am abend war ich schon ziemlich fertig…

Es war zwar ein ganz schön großes bündel geld, was uns dieser spaß gekostet hat, aber das war uns dieser ausflug eindeutig wert.

Am darauf folgenden tag fuhren wir bis an das nördlichste ende der südinsel und unternahmen ein läufchen (rudi) / eine wanderung (ich, wegen meinem verletzten zeh)

Zum ziel hatten wir beide den wharariki beach … und unabhängig voneinander stockte uns der atem, als wir den ersten blick auf diesen so fassettenreichen strand warfen.

Er hatte von gigantischen dünen bis hin zu felsen so einiges zu bieten.

Was auch der grund für unser verweilen und herumlaufen bis zum sonnenuntergang war.

Da wir so angetan waren, wurde das schöne wetter, welches uns den gesamten nächsten tag einen durch und durch blauen himmel und somit auch temperaturen bis zu 30°C bot, genutzt um den strand im hellen wiederholt unsicher zu machen.

Davor wurde mittels eines läufchens / spaziergangs noch der cape farewell / der pillar point erklommen.

Anschließend wanderten wir gefühlte vier stunden durch die wüste bzw. eigentlich eine 1,5 stunden runde über den farewell spit.

Dieses besondere naturschutzgebiet ist eine 26km lange landzunge, die aus dünen besteht, die golden bay weitestgehend vom ozean trennt und die heimat vieler verschiedener vogelarten ist.

Nach diesem „kleinen“ abstecher in den norden machten wir in motueka einen kleinen organisatorischen zwischenstopp, da sich unsere essensvorräte dem ende zuneigten, bevor es auf direktem weg richtung süden zu den nelson lakes weiterging.

Dort angekommen wurden wir von den sandflys (beißende obstfliegengroße plagegeister) förmlich aufgefressen, so dass wir es nicht sehr lange aushielten.

Als nächste station für 2-3 tage organisatorische tätigkeiten hatten wir eigentlich westport auserkoren, doch wir waren schneller wieder weg als wir dachten.

Diese „stadt“ hatte definitiv ihre hochzeit hinter sich gelassen und der kohleboom ist längst verflogen.

Das einzig schöne, was wir entdecken konnten war ein denkmal.

Generell erweckt es bis jetzt den eindruck, als ob sich die städte an der westküste alle nicht viel nehmen … sie wurden zur zeit des kohle- oder goldbooms aus dem boden gestampft und seitdem ist hier nicht mehr viel passiert.

Wir setzten deshalb unsere reise fort und reihten uns an den pancake rocks und blow holes (spritzlöchern) ausnahmsweise mal wieder in den fluss der touris ein, da nur zur flut die höhlen volllaufen und es dann riesige fontänen zu sehen gibt.

Anschließend haben wir uns noch etwas in sportlicher hinsicht betätigt und sind den pororari river track gelaufen, welcher stets am fluss entlang führte.

Dieser lauf war einfach spitze … es lief wie geschmiert. Das lag aber wahrscheinlich daran, dass es der erste lauf seit zwei wochen war.

Eine woche gab es auf der farm absolut keine möglichkeit und die darauf folgende war es wegen meinem zeh nicht möglich.

Da es mit westport nicht so geklappt hatte, setzten wir uns greymouth als neues ziel.

Die gute infrastruktur war wie für unsere bedürfnisse geschaffen.

In der örtlichen bibliothek konnten wir sowohl strom als auch internet frei nutzen – das muss man ausnutzen!!!

Lediglich der point elizabeth war noch recht interessant, aber sonst hat das verhältnissmäßig große städtchen nicht viel zu bieten … das flair ist irgendwo zwischen der zeit der kohleförderung bis jetzt auf der strecke geblieben.

Wie dem auch sei … wir werden heute von hier aufbrechen und die beiden großen gletscher, den franz-josef – und fox gletscher, ins visier nehmen.

Auf dem weg wird es nur vereinzelte zwischenstopps, wie zum beispiel hokitika geben, so dass wir, wenn alles nach plan verläuft, schon morgen abend an den gletschern sein werden.

Ihr merkt, wir haben gut zu tun … man könnte es „reisestress“ nennen, aber ich denke es gibt schlimmeres und wir werden es überleben … ;)

Mir geht es also weiterhin prima … und ich bin nicht traurig über die 20cm sandstrand unter meinen füßen!!!

es grüßt vom anderen ende der welt …

euer lischen ;)

25 Januar 2009

neues jahr - neue insel... new plymouth bis nelson

Willkommen im neuen jahr!!!

Ich hoffe ihr seid auch gut reingerutscht?!?! und wurdet nicht zu oft von der fehlenden aktualität dieser seite enttäuscht…

Ja, auch bei uns hat der jahreswechsel so manch neues mit sich gebracht… unter anderem neue erfahrungen und mal wieder ein wenig auffrischung der englischkenntnisse.

aber, alles der reihe nach …

Nach meinem letzten blogeintrag haben wir relativ anschließend new plymouth verlassen. Lediglich ein kleiner zwischenstopp wurde dem paritutu rock gewidmet, welcher einen tollen rückblick möglich machte.

Nachfolgend sind wir immer dem surfhighway folgend zum cape egmont gefahren, wo westlich des taranakis an der küste ein leuchtturm irgendwo im nirgendwo steht.

Dort verweilten wir nach unserem lauf noch ein wenig, um wieder einmal einen sonnenuntergang der extraklasse beobachten zu können.

Und haben uns dann schließlich in opunake zu einem kleinen schläfchen niedergelassen.

Am nächsten tag sollte nun endlich die lang herbeigesehnte hauptstadt wellington wieder ein stückchen näher rücken.

Aber bis dato trennten uns noch etwa 350km und eine menge sehenswürdigkeiten, die entlang der mit schwarzem sand gesäumten westküste verteilt lagen, sodass wir noch einmal in palmerton north übernachteten.

Die attraktionen an der strecke reichten vom pechschwarzen sandstrand bis hin zu einem strand mit ganz vielen kleinen höhlen namens cove beach. Diese wurden uns als geheimtipp empfohlen und gerade der cove beach hat uns als cathedral cove – ersatz von coromandel ziemlich lange verzaubert, sodass wir herumkletterten und die aussicht in vollen zügen genossen.

Unser weg führte uns auch zu der bezaubernden kleinen stadt wanganui, welche wir leider nur pitschnass erlebten, was damit den englischen charakter komplettierte.

Am abend hatten wir dann palmerston north erreicht und haben noch einen kleinen nachtspaziergang über den square unternommen – das ist ein hübscher garten mit palmen, englischem rasen, einer turmuhr und einem ententeich und bildet das zentrum der stadt – wunderschön – wie auch die gesamte stadt!

Da uns dieses örtchen am abend etwas in ihren bann gezogen hatte, blieben wir noch ein wenig da und schauten uns in sportlicher weise die victoria esplanade gardens an.

Und dann ging es auch schon wieder weiter … über den highway 1 bis zum raumati beach, welcher uns mit seinem derartigen pechschwarzen sand noch einmal klarmachte, dass schwarz nicht gleich schwarz ist!

Dann erreichten wir am vorletzten tag des jahres und somit wie geplant wellington.

Damit konnten wir die nordinsel zumindest reisetechnisch schon abschließen.

Wellington – eine stadt, die ich immer mit einer kleinen kehrseite assoziieren werde – dem grausam kalten und starken wind… definitiv nix für mich.

Da ich nun nicht die geborene städterin bin, wie vielleicht (hoffentlich) die meisten von euch wissen werden, war mir die stadt etwas suspekt.

Sie hat definitiv charakter, aber irgendwas hat mir absolut nicht gefallen – ich weiß nur nicht was…

Ich schätze es lag daran, dass sie mir einfach zu unsortiert war … außerdem hatte ich viel kopfschmerzen, was eventuell die bewertung etwas verzerrt … ;)

Allerdings hatte sie auch genug schöne ecken zu bieten, wie zum beispiel „the waterfront“ wo wir unwissentlich silvester verbracht haben, da wir einfach den menschenmassen gefolgt sind und dann auf eine livebühne gestoßen sind.

Der silvesterabend ist so wie so dieses jahr relativ unkompliziert von statten gegangen.

Er bestand aus vorglühen, einer privatmodenschau für rudi (ich wusste nicht was ich anziehen sollte) und tanzen… nix feuerwerk!?!?

Hat auch mal was… für den jahreswechsel hat die band kurz aufgehört zu spielen, dann haben wir alle den countdown runtergezählt, die liebsten gedrückt und die musik hat weitergespielt…

Da die fähre für den 4. januar schon gebucht war, hatten wir noch ein wenig zeit wellington unsicher zu machen.

Das te papa museum war dabei eines der highlights für mich.

Neben einem sehr informativen areal über plattentektonik, vulkanische ereignisse und über die gesamte thematik gab es auch einen riesentintenfisch zu sehen, der einen augendurchmesser von 27cm hatte.

Außerdem war es sehr interessant zu erfahren, wie die wichtigsten gebäude wellintons, beispielsweise das parlament, vor erdbeben geschützt werden – sie sind auf einen block aus gummi mit bleieinsätzen gestellt, um somit die gebäude schwingungsfrei zu lagern.

Hammergeile erfindung!

Des weiteren gab es in der 160 000 seelen- hauptstadt für uns einen privaten stadtrundgang mit mietzer, einem sehr guten kumpel von meinem brüderchen - tino… ;)

Wir waren sehr glücklich über die gastfreundlichkeit…das bett war gemütlich, das essen hat geschmeckt, die dusche war nötig und der abend mit mietzer und seinen beide mitbewohnern sehr unterhaltsam.

Ein ganz großes DANKESCHÖN von uns beiden!!!

Zusammen erkundeteten wir das regierungsviertel und den botanischen garten.

Außerdem bekamen wir viele interessante nebeninfos, wie zum beispiel, dass die kiwis zur zeit ein kleines problem in der stadt stehen haben, welches den namen jennifer trägt!(siehe webalbum)

Zur erklärung: Jennifer ist eine dame, die gegen alles ist und dagegen demonstriert… unter anderem auch gegen parkgebühren!

Inzwischen haben sich schon parkschulden in einer höhe von über 2000$ angehäuft aber ich denke nicht, dass sie die jemals bezahlen wird.

Die stadt ist ratlos! Um das gesetz auszunutzen hat sie eine puppe hinter das steuer gesetzt, um nicht abgeschleppt werden zu können.

Außerdem hat die gute frau auch ein sorgentelefon eingerichtet, um vielleicht neue ideen zu bekommen, was es denn noch so alles böses auf der welt gibt … *schmunzel*

Wir fanden es extrem lustig … das ist neuseeland … et voila !!!

Neben solch sehr gewöhnungsbedürftigen attraktionen gab es noch genügend beeindruckendes, wie den mt victoria und den sinclair head mit dem devils gate.

Der mt victoria liefert einen so fantastischen 360° - überblick über wellington und der sinclair head war nur mit einem jeep mit vierradantrieb oder zu fuß erreichbar, sodass es eine perfekte laufstrecke für uns war.

Um das devils gate herum sollte sich eigentlich eine seelöwenkolonie befinden, doch leider waren diese unauffindbar oder wir sind beide blind – gestunken hat es auf jeden fall nach ihnen… *igitt*

Und dann hieß es nun wirklich abschied nehmen … von der nordinsel.

… GOODBYE!!!

man sollte eigentlich nicht zurückblicken sondern immer nur nach vorn – auf das was noch kommt, aber ich kann behaupten sehr viel auf der insel erlebt, gesehen und gelernt zu haben und auch ein wenig traurig war, dass ich sie verlassen musste.

Doch es gibt mindestens noch einmal so viel zu bestaunen… auf der südinsel.

Die überfahrt war neben den postkarten und dem auto bis jetzt eine der kostenintensivsten ausgaben und war, zusätzlich zur notwendigkeit, unbeschreiblich schön.

Bei allerbesten bedingungen, welche sich in einem spiegelglatten meer, blauen himmel und strahlenden sonnenschein verdeutlichten, ging es in aller frühe los … in richtung picton … aus dem hafen der hauptstadt raus, vorbei am sinclair head über die cook strait – dann der letzte blick zurück!!!

Ein unvergessliches erlebnis für mich war es, als wir kurz nach dem einbiegen in die marlborough sounds ein kleines stück von delfinen begleitet wurden.

Die fjörde an sich waren ebenfalls sehr einprägsam.

In picton erkundeten wir die landschaft noch etwas ausführlicher und übernachteten das erste mal auf der südinsel an dem aussichtspunkt in der victoria domain, welcher uns einen wunderschönen blick auf die kleine willkommensstadt ermöglichte.

Auf der strecke richtung nelson nutzen wir die gelegenheit und tauchten noch einmal etwas tiefer in die malborough sounds ein und machten dort zwei schöne läufe.

In nelson angekommen, wollten wir anfangen nach einer wwoofing farm zu suchen, um dort mit kostenlosem internet entspannter nach arbeit suchen zu können.

Das wort „wwoof“ ist eine abkürzung für willing workers on organic farms und sieht ein geniales konzept vor.

Es funktioniert indem wir (armen backpacker) für die farmbesitzer arbeiten und im gegenzug von ihnen unterkunft und verpflegung bekommen.

Man ist in dieser zeit vollkommen in den alltag integriert, tut etwas für seine englischkenntnisse und erfährt sehr viel über die kultur und das leben der neuseeländer. ich finde diese variante ein land kennen zu lernen hammer.

Da rudi sich zu einem wettkampf in blenheim angemeldet hatte, fuhren wir am 8.januar rüber und schauten uns das von weinfeldern gesäumte örtchen einmal an.

Die hostels sind von den weinfeldern in der region geprägt… quasi arbeitet eigentlich jeder backpacker der in blenheim ist auf dem weinfeld.

Dem entsprechend kurz ist die nacht und alle werden nacheinander von kleinbussen zur arbeit abgeholt.

uns sollte es bald nicht anders gehen, denn als wir isa wieder trafen hatten sie und drei andere jungs schon ein paar telefonnummern gesammelt, die wir anriefen und am darauffolgenden montag standen wir in reih und glied auf dem feld.

Die arbeit bestand aus blätterzupfen, trauben mininmieren, triebe abreißen, den wein festzuspannen … und vielem mehr …

Da es alles relativ monoton war, konnte ich mir nicht vorstellen länger als zwei wochen dort zu arbeiten.

Etwas ärgerlich war jedoch, dass wir häufig zu zeitig fertig waren und somit keine arbeit mehr hatten, dh. wiederum kein geld – schlecht für uns!!!

Zuletzt hat rudi auch noch den freitag frei bekommen, sodass er beschloss die nächste woche wwoofen zu gehen.

Ich entschied mich hingegen für eine woche mehr arbeit, denn ich bin jung und brauche das geld … :P

Somit fuhren wir wieder ins 1,5 stunden entfernte nelson, um dort einen schönen tag miteinander zu verbringen und später rudi auf der farm abzusetzen.

Doch nahezu direkt bevor rudi anfangen wollte seine sachen zu packen, bekamen wir eine sms mit dem inhalt, dass für mich nächste woche keine arbeit ist.

Ich wusste nicht, ob ich glücklich oder traurig sein sollte, denn die entscheidung zwischen wwoofen und arbeit bzw. dem geld fiel mir schon sehr schwer und war im endeffekt eher eine entscheidung der vernunft als eine des wollens.

Damit hatte ich einen sehr zufrieden stellenden plan B und wir fuhren gemeinsam auf die farm, welche im aniseed valley lag und unser zu hause der letzten woche war.

Unsere übergangseltern waren grob geschätzt zwischen 50 und 60 und betreiben neben der 25ha großen farm auch noch einen bioladen in nelson.

Auf der farm hat man sich schon schlecht gefühlt, wenn man unorganisches schampoo benutzt hat, denn ich glaube es gab nix in diesem haus was nicht biologisch war – vom essen angefangen bis hin zum reinigungsmittel.

Ein besonderes erlebnis war die benutzung und bedinungsanleitung der komposttoilette namens kakapo… *grins*

Unsere tätigkeiten spielten sich auf der farm und im bioladen ab.

auf der farm haben wir salat gezupft, knoblauch zum trocknen präpariert, apfelbäume von überflüssigen äpfeln befreit, kartoffen ausgebuddelt, unkraut gezupft, hühner gefüttert und noch so einiges mehr.

Im laden waren wir lediglich für das saubermachen der regale und das einpacken diverser kochzutaten zuständig.

Nun sind wir bereit, um unseren letzten reisblock rund um die südinsel anzutreten, denn lange ist es nicht mehr bis rudi wieder heimfliegt. :’(

unser plan sieht zu beginn vor den abel tasman nationalpark mit dem kajak zu erkunden und dann später zur golden bay zu tigern, um dort eventuell den farewell spit anzuschauen.

Allerdings sieht es hier nicht sonderlich gut aus was größere zivilisation angeht und deshalb könnte es bis zum nächsten bloggen wieder etwas dauern, aber ich hoffe ihr werdet es überleben … und habt genug um die ohren.

liebe grüße aus nelson …

stay tuned

27 Dezember 2008

schöne bescherung - von napier über tongariro crossing nach new plymouth...

huhu an alle, die das weihnachtsfest hoffentlich heile überstanden haben …

im gegensatz zu euch hat uns weihnachten dieses jahr nicht groß tangiert, außer vielleicht dass die letzten tage sehr viel spannendes und auch unvergessliches passiert ist.

noch am selben tag meines letzten blogeintrags sind wir von napier in richtung taupo aufgebrochen und haben ungefähr auf der hälfte der strecke auf einem kleinen parkplatz übernachtet bevor wir dann am nächsten tag unser ziel erreichten.

Taupo ist eine relativ einfache stadt, die sich am nordufer des größten sees neuseelands, dem lake taupo, angesiedelt hat.

Der see ist wirklich rießen groß und von einem aussichtspunkt, welcher später von uns auch als schlafplatz genutzt wurde, sehr gut zu überblicken.

Hinter dem see türmen sich die giganten des tongariro naturparks, welcher unser nächstes ziel sein sollte.

Doch vorerst erkundeten wir die umgebung taupo´s per pedes, denn diese hatte vor allem durch den waikato landschaftlich einiges zu bieten, denn er ist der längste fluss neuseelands und findet seinen urspung im lake taupo.

Die bekannten huka falls und die aratiatia rapids, ein staudamm, der viermal am tag geöffnet wird, waren dabei sehr einprägend.

Am darauf folgenden morgen war es ein gigantisches schauspiel, zu beobachten, wie die wassermassen des waikato, aus dem stausee durch das enge, sich zwischen den felsen entlang windenden flusstal, schossen und das leere tal mit rassender geschwindigkeit immer mehr gefüllt wurde.

Wir haben dabei vom obersten aussichtspunkt aus auch wieder fleißig fotos geschossen und somit danach das anschwellen des flusses in bilderserien sehr gut rekostruieren können.

Doch wie immer glaube ich kaum, dass diese bilder nur ansatzweise so beeindruckend wirken, wie es tatsächlich war, aber schaut selbst …;)

Nach diesen spektakeln machten wir uns auf den weg.

Das ziel lautete, wie schon erwähnt, tongariro national park!!!

Hier befinden sich unter anderem drei große vulkane - mt tongariro (1967m), mt ngauruhoe (2287m), mt ruapehu (2797m) und das faszinierende daran ist, das alle drei noch aktiv sind.

Anfangs wollten wir eine zweitagestour, den so genannten northern circuit, in angriff nehmen, doch die wettervorhersage war zu schlecht, als dass es sich gelohnt hätte.

Denn wandern macht ja schließlich am meisten spaß, wenn man auf dem gipfel ankommt und dann auch mit einer tollen aussicht belohnt wird.

Letztendlich haben wir uns dann, der vernunft wegen, für den tongariro crossing entschieden.

Das ist (zu recht) eine hoch gelobte eintagestour, welche für 7-8h veranschlagt war und an vielen herr der ringe-drehorten vorbei führt.

Unter anderem führt sie auch an zwei der drei genannten vulkanen, dem mt. tongariro und dem mt. ngauruhoe, vorbei, welche wir nach zeitlichen möglichkeiten auch bezwingen wollten.

Am vorabend reservierten wir zwei sitzplätze in einem bus, der uns von unserem zielpunkt aus zum start bringen sollte.

Daher übernachteten wir gleich am ziel, um dann später glücklich und erschöpft sofort „daheim“ sein zu können bzw. nicht an einen bus angebunden sein zu müssen.

Dann hieß es 5.30uhr aufstehen und die kälte zu ignorieren, was in anbetracht auf die vorfreude relativ leicht fiel.

Nach einer frühmorgendlichen stärkung am start pilgerten wir nun ca.7.30uhr los.

Aufgabenverteilung:

rudi: armer packesel mit 20 kilo in form von essen und vor allem trinken auf dem buckel!!!

lischen: zuständig für die spätere erinnerungserleichterung in bildlicher form … weiter nix – quasi knapp 200gramm am arm … :P … nicht ganz fair, ich weiß!!!

Anfangs führte uns ein einfacher weg stets leicht bergauf an einem fluss entlang durch erste lavafelder.

Die vegetation war hier nicht halb so gut ausgeprägt wie der touri-auflauf.

Erste selektion wurde zum glück an den darauf folgenden treppen vorgenommen, wo sich die spreu vom weizen trennte, wir endlich mal mehr sahen als nur den rücken des vordermannes und ich auch gegebenenfalls mal anhalten konnten, um das eine oder andere foto zu schießen.

Nachdem wir die soda springs erreicht hatten, bogen wir kurze zeit später entgegen den meisten zu unserem ersten abstecher nach rechts ab und waren somit auch fast allein, die den großen „bilderbuchvulkan“ bezwungen.

Der mt. ngauruhoe, welcher auch aus herr der ringe als schicksalsberg bekannt ist, ist ein perfekt symmetrischer kegel und spielt daher wahrscheinlich auch eine sehr große rolle!

Dann wurde es ernst, denn loses gestein machte die ganze sache (den aufstieg)nicht gerade einfacher – besonders nicht mit einem 20kilo-rucksack! (*rudi-bemitleid*)

Der aufstieg und das feeling des bergsteigens wurde durch erstes eis, das durchklettern von verschiedenen lavazungen, die verschiedenfarbigen gesteine und letztendlich das erreichen des ersten schnees noch einmal intensiviert.

Zumal diese art von wandern für mich völlig neu war und ich gar nicht fassen konnte was ich dann nach 2h purer konzentration auf dem gipfel erlebte.

Ich kann es nicht beschreiben – mir fehlen dazu die worte … schaut euch einfach die bilder an, dann wisst ihr von was ich schreibe! Der HAMMER !!!

Der weihnachtsmann hat es dieses jahr richtig gut mit uns gemeint, denn wir haben das bestmögliche weihnachtsgeschenk schon am 23ten in form eines kaiserwetters bekommen.

Unser glück ist dabei besonders auffällig, da es in der woche nur einen einzigen geeigneten tag gab und genau diesen haben wir erwischt.

Als ob die aussicht von da oben nicht schon beeindruckend genug gewesen wäre … nein !!!

Der vulkan muss noch ein i-tüpfelchen oben drauf setzen und zu guter letzt auch noch dampfen… wie geil ist das denn !?!

Wir standen da und konnten nicht fassen was wir da vor uns sahen … so etwas habe ich in meinem leben noch nie erlebt.

Wo man hochgeklettert ist, muss man ja bekanntlich auch irgendwann wieder runter und so kam es wie es kommen musste.

Für mich war der abstieg um längen spektakulärer und spaßiger als für rudi, denn es ließ sich gut runter rennen, wobei man richtig gut vorwärts kam, was mit einem rucksack allerdings schon fast zu schnell werden kann.

Als nächstes durchliefen wir eine hochebene, die uns erstmal wieder strecke machen ließ und das gerade erlebte ansatzweise zu verdauen bzw. versuchten wir es zu begreifen.

Am ende dieser hochebene führte ein inzwischen von uns als mittelschwer eingestufter weg hinauf zum red crater, dem höchsten punkt des eigentlichen tongariro crossings.

Von dort aus ging unser zweiter ausflug vom „normalo-weg“ ab – zum mt.tongariro.

Dieser aufstieg gestaltete sich um vieles leichter und wir waren im nu wieder zurück und folgten mit aufgesperrten augen und offenem mund munter weiter dem verlauf des weges vorbei am red crater und abwärts zu den emerald lakes, welche uns im schönsten türkis was die natur auf lager hat, entgegen schimmerten.

Nach dem blue lake haben wir gedanklich schon ein resumé gezogen, welches zu gunsten des angeklagten sehr sehr gut ausfiel und wir uns einig waren, dass dies wirklich den namen der besten eintagestour neuseelands, wenn nicht sogar der welt verdient hat.

Außerdem haben wir uns seelisch und moralisch darauf eingestellt lediglich noch bergab zum van zu wandern.

Doch so ohne weiteres ging das natürlich nicht – der weg hatte noch so manch eine überraschung im petto.

Der weg verlief aber ab jetzt stets bergab und brachte uns auf privatgelende noch einmal ins staunen, da pöltzlich der berg aus einigen spalten dampfte und wir wieder mal von einem schwefelgeruch umhüllt das erdinnere zu spüren bekamen.

Nach einigen flussüberquerungen und nun endgültig nicht mehr viel erwartend (denn schließlich muss doch auch irgendwann mal schluss sein) tauchten wir nach einer kurzen treppe auch noch in einen urwald ein.

Wir spazierten den letzten abschnitt neben einem regenwaldflüsschen, der ab und zu mal einen hübschen wasserfall aus dem ärmel zog, entlang und dachten nur : was für ein abschluss!!!

Nichts desto trotz sind wir glücklich und zufrieden nach 11h am auto angekommen.

Dennoch muss ich sagen, waren wir schon etwas platt.

Alles in allem kann ich nur allen, die irgendwann mal in neuseeland sein sollten, diesen rundum fantastischen, facettenreichen und zu keiner zeit langweilig erscheinenden weg nur wärmstens ans herz legen – genial!

Rudi hatte nach dieser gigantischen leistung sogar noch die kraft ein wenig das gaspedal unseren geliebten vans zu streicheln, sodass wir noch ein wenig strecke machten bis wir dann ziemlich am anfang des „forgotten world highways“ an einem fluss, worin wir versuchten unseren körpergeruch erträglicher werden zu lassen, halt machten.

Gedanklich in dem erlebten des tages schwebend und uns so langsam in den schlaf freuend … wurde ein unvergesslicher tag beendet … ;)

Am nächsten morgen (heiligabend) wurden wir vom regen, der mit einer anhaltenden intensität auf unser dach trommelte, geweckt. Da kam doch glatt weihnachtsfeeling auf.

Der erste schritt aus dem van auf die wiese und man stand knöcheltief im wasser – super… frohe weihnachten!!!

Daher war dieser tag ein geborener autotag, dh. dass wir ohne ein schlechtes gewissen zu haben, den tag im van verbringen konnten.

Der „forgotten world highway“ macht seinem namen alle ehre, denn gleich ziemlich am anfang verdeutlicht ein schild, wie vergessen dieses fleckchen erde wirklich ist.

Denn das schild lässt einen wissen, dass man in den nächsten 150km nach einer tankstelle und demzufolge auch jegliche größere zivilisation vergebens suchen wird.

Zu beginn säumten zahlreich saftig grüne hügel unsere strecke bevor sich der charakter in felsig und später sogar in „regenwäldlich“ änderte.

Der anhaltende regen machte dieses regenwaldfeeling perfekt und sehr naturnah, besonders wenn aus jeder felsspalte ein wasserfall entspringt, der auf der straße mündet.

Auch fragten wir uns zwischendurch kurzzeitig, besonders als uns mal wieder eine 12km lange schotterpiste beglückte und wir dann vor einem ziemlich schmalen steinernen tunnel standen, ob dies wirklich der state highway 43 sein sollte – doch er war es wirklich, wir haben es gesehen … ;)

Der tunnel brachte uns schlagartig zurück in das vertraute hügelige hobbitland.

Der lustige highway fand sein ende schließlich in stratford, wo alle straßen nach figuren aus shakespeares werken benannt waren.

Unser weg führte uns an diesem tag noch bis an die westküste nördlich des taranakis (2518m) - nach new plymouth.

In diesem verhältnissmäßig großen städtchen, welches knapp an die 50.000 seelen zählt, verbrachten wir nun die feiertage.

Und wie verbringt man heiligabend, wenn man sich nicht zuhause mit kartoffelsalat voll stopft und wartet, dass es nun endlich mal die geschenke gibt… ;) ???

Genau, man geht natürlich, wie es hier wahrscheinlich auch üblich ist, party machen!

So verbrachten wir heiligabend in einem club und sonst ist der ganze weihnachtstrubel auch ähnlich spurlos an uns vorüber gegangen.

Lediglich beim e-mail schreiben und bei dem anblick diverser weihnachtlich eingerichteter schaufenster schweiften die gedanken doch mehr als gewöhnlich zu den daheimgebliebenen familienmitgliedern ab.

Des weiteren haben wir uns in new plymouth mal wieder ein schwimmbadbesuch geleistet. Hier haben wir uns auf der 50m-außenbahn neben dem braun- und sauber werden mal wieder austoben können.

Am gestrigen tag lockte dann doch noch der riesen mounti - taranaki, den man aber leider nur spärlich zu gesicht bekam, weil dieser sich hinter den wolken verstecken musste.

Wir unternahmen, zwecks der fortgeschrittenen uhrzeit, nur eine zweistündige wanderung, welche wir aber in 50min absolvierten und hatten somit auch was von diesem etwas größeren hügel zu erzählen.

Nach fünf tagen wird es nun aber langsam auch mal zeit, dass wir gen süden in richtung wellington lostigern, weil wir da schließlich in das neue jahr reinrutschen wollen.

An dieser stelle wünsch ich schon mal allen einen guten rutsch.

Der plan sieht ebenfalls vor, dass wir am 4.januar mit der fähre auf die südinsel übersetzten und ich mich dann mal langsam aber sicher auf arbeitssuche begeben werde … mal schauen wo das hinführt… ;)

So, das war erstmal wieder das neuste von „down under“ …

viele liebe grüße … euer lischen

24 Dezember 2008

FROHE WEIHNACHTEN ! ! !

Ich wünsche euch allen ein frohes fest und ein paar schöne besinnliche tage mit der familie ... es grüßt das lischen aus new plymouth!!!

19 Dezember 2008

ostküste - von mt maunganui bis napier

Nachdem uns das wetter die letzten tage in Mt. Manganui nicht gut gesonnen war … wurde es nach einem morgendlichen läufchen schlagartig besser !!! Vielleicht lag es auch an der intensität des laufs, welche durch die höhenmeter deutlich gesteigert wurde, denn die strecke führte über den gipfel des Mount Manganui hinweg und war demzufolge auch sehr anspruchsvoll! Am auto wieder angekommen, belohnten wir uns mit einer abkühlung im meer. Neben den surfern mit den nicht ganz so kleinen wellen mitschwimmen hat definitiv stil !!! Nach diesem spektakel ließ das nächste nicht lang auf sich warten – der erste atemzug in rotorua wurde mit einem eindeutigem „ahgrrr …igitt“ beurteilt!!! Die stadt riecht einfach nur richtig penetrant nach schwefel… und … nein… es ist nicht angenehm!!! Deshalb beschlossen wir vorerst ein wenig außerhalb zu bleiben und fuhren an den Lake Tarawera, wo rudi noch die wassertemperatur des sees testete – leider ohne erfolg … ;P - und wir dann schlussendlich auch über nacht dort blieben. Am nächsten morgen wurde der wanderweg um den benachbarten Blue Lake mit einem läufchen erkundet und dann anschließend gleich zum dem verschütteten dorf – das pompje der südlichen hemisphäre – gefahren. Dort besserten wir den kultuellen anteil unseres trips etwas auf und besuchten ein museum mit dazugehörigem park. Alles drehte sich um das rekonstruierte dorf, welches 1886 bei einem vulkanausbruch zerstört wurde. Es war wirklich sehr interessant und besonders der spazierweg durch den park war idyllisch und mit viel liebe zum detail gestaltet. Doch es wartete schon der Rainbow Mountain und wollte von uns erklommen werden – wie nicht anders zu erwarten - im raschen tempo. Doch das wir so schnell sind, hatten wir nicht vermutet oder die kiwis sollten das mit dem prognostizieren der wanderdauer noch mal üben ;) … , denn die erste halbe stunde absolvierten wir genauso wie die zweite halbe stunde in jeweils 6 minuten und der fussmarsch sollte eigentlich 1,5h betragen. Den restlichen weg kam es mir vor als würden die gesamten höhenmeter allein auf dieser strecke gemacht werden. Letztendlich sind wir nach knapp 40minuten pitschnass aber glücklich oben angekommen. Nur 1h später lagen wir fast ganz allein in einem fluss mit badewannentemperatur - lediglich mit einer netten familie. Alles natürlichen ursprungs und einfach nur genial so etwas hautnah (im wahrsten sinne des wortes) miterleben zu können. Der ganze spaß nennt sich Kerosene Creek und ist eine Thermal Area. Andere fahren eine straße weiter und bezahlen dafür einen stolzen preis – wir haben das eindeutig cleverer gelöst und hatten unseren eigenen warmwasserpool inclusive störmung und einer traumhaften kulisse eines unberüherten waldes !!! … „Life could be worse!!!“ Nach diesem echt sehr beeindruckenden erlebnis war unsere letzte anlaufstation für diesen tag die Thermal Area mitten im zentrum von rotorua. Als wir an dem Kuirau Park aus dem auto ausstiegen, konnten wir es kaum fassen, dass hier menschen wohnen sollen. Der ekelige geruch setzte sich mit rasender geschwindigkeit in der nase fest. Nichts desto trotz war es genial anzuschauen – den charakter des parks zu beschreiben ist nicht einfach, aber ich glaube „zwischen genie und wahnsinn“ trifft es ganz gut! Überall waren holzzäune um blubbernde schlammlöcher und prodelnde Teiche, die einen auch teilweise den hunger vertrieben. Sehr sehr „strange“ die ganze sache!!! Auf jeden fall hatte sich der geruch schon so vertraut in unseren nasen festgesetzt, dass wir uns sogar getraut haben in mitten dieser dunstwolke zu essen und zu schlafen. Am darauf folgenden tag ging es nach Whakatane, um dort nach der info und einem kleinen mittagessen eine runde schwimmen zu gehen. Wieder einmal eine dusche plus trainingseinheit mit personaltrainer (rudi) für 3.40 $ … toll!!! Und natürlich habe ich – lisa – mal wieder das unmögliche möglich gemacht und habe beim rückenschwimmen unfreiwillig sehr enge „freundschaft“ mit der leine geschlossen, indem mein finger drin stecken blieb und ich von rudi befreit musste. (sehr lustig aber auch nicht zu empfehlen). Nach missglückter stromsuche haben wir uns dann ganz dreist mit unserem van neben einen holiday park an einen hübschen garten gestellt und dort übernachtet. Dann ging es zur letzten station vor dem east cape – opotiki. Auf der suche nach einer waschmaschine sind wir dann kurzer hand auf ein volksfest gestoßen und haben und kurz dazu gesellt. Später sind wir an den strand gefahren um dort in aller ruhe zu kochen. Doch das wurde etwas in die länge gezogen, denn als wir von der strandbesichtigung zurück zum auto kamen, war dube schon von einem kleinen kätzchen und ihrer mutti in beschlag genommen und diente als warmer unterschlupf. Die beiden waren so knuffig, dass wir uns das vertrauen (mit hilfe von wurst und milch) erarbeiteten und schon überlegten, ob wir sie nicht mit in die stadt nehmen sollten. Aber nun genug davon … sonst komme ich wieder ins schwärmen und es reicht schon wenn rudi das ertragen muss… (was er sehr gut meistert) … ;) Soo… nun war es endlich so weit und wir starteten in richtung east cape. Der highway 35 führte uns stets an der küste der bay of plenty entlang und hatte einiges zu bieten … eine bucht war schöner als die andere und es war auch relativ abwechslungsreich, da die charaktere der buchten auch variierten. Wir teilten uns die strecke bis zum cape so ein, dass wir ganz relaxed am abend ankamen. Der leuchtturm selbst steht auf privatgelende, d.h. man muss ein grundstück überqueren um den besagten punkt erreichen zu können. Nach mehr als 700 stufen bergauf erlebten wir noch den sonnenuntergang. Der east cape ist ein sehr guter grund, um sich mal wieder aus dem bett zu quälen, damit man dann mit einem sonnenaufgang belohnt wird. Also hieß es 4:30uhr augen auf, ein schluck von der cola, damit die augen auch aufbleiben und warm angezogen. Es hat sich definitiv gelohnt!!! Später haben wir in Te Araroa noch einmal aufgetankt, um die letzte strecke bis Gisborne auch ohne unfreiwilliges stehen bleiben bewältigen zu können. In Te Araroa selbst gab es dann noch den größten Pohutukawa Baum der welt auf dem schulhof der dorfschule zu besichtigen… echt mega rießig dieses bäumchen. Die strecke bis Gisborne verlief entgegen der strecke bis zum east cape nicht mehr so nah am meer entlang, sondern eher durch das hinterland und demzufolge auch etwas hügeliger. Die Tolaga Bay war fast der einige zwischenstopp den wir bis Gisborne einlegten. Dort gibt es den längsten Pier neuseelands zu bestaunen (660m). Gleich nebenan startet ein walkway, der zur Cooks Cove ging. Anfangs führtedieser mal wieder über eine schafsweide um dann später in einen bezaubernden wald einzutauchen und in einer kleinen bucht, in der james cook 1769 an land ging, zu enden. In Gisborne angekommen bestiegen wir den Stadthügel und schauten uns die eine und andere james cook statue an. Es ging relativ zügig weiter in richtung Napier, wo wir uns mit isa schon verabredet hatten. Vorher ging es noch für einen kleinen abstecher auf die halbinsel Mahia, welche den anfang der hawke´s bay markiert und dann über Wairoa nach Napier. Nun sind wir schon seit drei tagen hier und haben uns neben einem ausflug nach hastings ein weing auszeit vom reisestress … ;) … genommen. Heute werden wir noch nach Taupo fahren und die nächsten tage den Tongariro Crossing in beschlag nehmen. Also dann schicke ich euch noch viele vorweihnachtliche grüße über den großen teich aus dem warmen neuseeland. euer lischen