19 Dezember 2008
ostküste - von mt maunganui bis napier
Nachdem uns das wetter die letzten tage in Mt. Manganui nicht gut gesonnen war … wurde es nach einem morgendlichen läufchen schlagartig besser !!!
Vielleicht lag es auch an der intensität des laufs, welche durch die höhenmeter deutlich gesteigert wurde, denn die strecke führte über den gipfel des Mount Manganui hinweg und war demzufolge auch sehr anspruchsvoll!
Am auto wieder angekommen, belohnten wir uns mit einer abkühlung im meer.
Neben den surfern mit den nicht ganz so kleinen wellen mitschwimmen hat definitiv stil !!!
Nach diesem spektakel ließ das nächste nicht lang auf sich warten – der erste atemzug in rotorua wurde mit einem eindeutigem „ahgrrr …igitt“ beurteilt!!!
Die stadt riecht einfach nur richtig penetrant nach schwefel… und … nein… es ist nicht angenehm!!!
Deshalb beschlossen wir vorerst ein wenig außerhalb zu bleiben und fuhren an den Lake Tarawera, wo rudi noch die wassertemperatur des sees testete – leider ohne erfolg … ;P - und wir dann schlussendlich auch über nacht dort blieben.
Am nächsten morgen wurde der wanderweg um den benachbarten Blue Lake mit einem läufchen erkundet und dann anschließend gleich zum dem verschütteten dorf – das pompje der südlichen hemisphäre – gefahren.
Dort besserten wir den kultuellen anteil unseres trips etwas auf und besuchten ein museum mit dazugehörigem park.
Alles drehte sich um das rekonstruierte dorf, welches 1886 bei einem vulkanausbruch zerstört wurde.
Es war wirklich sehr interessant und besonders der spazierweg durch den park war idyllisch und mit viel liebe zum detail gestaltet.
Doch es wartete schon der Rainbow Mountain und wollte von uns erklommen werden – wie nicht anders zu erwarten - im raschen tempo.
Doch das wir so schnell sind, hatten wir nicht vermutet oder die kiwis sollten das mit dem prognostizieren der wanderdauer noch mal üben ;) … , denn die erste halbe stunde absolvierten wir genauso wie die zweite halbe stunde in jeweils 6 minuten und der fussmarsch sollte eigentlich 1,5h betragen.
Den restlichen weg kam es mir vor als würden die gesamten höhenmeter allein auf dieser strecke gemacht werden. Letztendlich sind wir nach knapp 40minuten pitschnass aber glücklich oben angekommen.
Nur 1h später lagen wir fast ganz allein in einem fluss mit badewannentemperatur - lediglich mit einer netten familie. Alles natürlichen ursprungs und einfach nur genial so etwas hautnah (im wahrsten sinne des wortes) miterleben zu können.
Der ganze spaß nennt sich Kerosene Creek und ist eine Thermal Area.
Andere fahren eine straße weiter und bezahlen dafür einen stolzen preis – wir haben das eindeutig cleverer gelöst und hatten unseren eigenen warmwasserpool inclusive störmung und einer traumhaften kulisse eines unberüherten waldes !!! … „Life could be worse!!!“
Nach diesem echt sehr beeindruckenden erlebnis war unsere letzte anlaufstation für diesen tag die Thermal Area mitten im zentrum von rotorua.
Als wir an dem Kuirau Park aus dem auto ausstiegen, konnten wir es kaum fassen, dass hier menschen wohnen sollen.
Der ekelige geruch setzte sich mit rasender geschwindigkeit in der nase fest.
Nichts desto trotz war es genial anzuschauen – den charakter des parks zu beschreiben ist nicht einfach, aber ich glaube „zwischen genie und wahnsinn“ trifft es ganz gut!
Überall waren holzzäune um blubbernde schlammlöcher und prodelnde Teiche, die einen auch teilweise den hunger vertrieben.
Sehr sehr „strange“ die ganze sache!!!
Auf jeden fall hatte sich der geruch schon so vertraut in unseren nasen festgesetzt, dass wir uns sogar getraut haben in mitten dieser dunstwolke zu essen und zu schlafen.
Am darauf folgenden tag ging es nach Whakatane, um dort nach der info und einem kleinen mittagessen eine runde schwimmen zu gehen.
Wieder einmal eine dusche plus trainingseinheit mit personaltrainer (rudi) für 3.40 $ … toll!!!
Und natürlich habe ich – lisa – mal wieder das unmögliche möglich gemacht und habe beim rückenschwimmen unfreiwillig sehr enge „freundschaft“ mit der leine geschlossen, indem mein finger drin stecken blieb und ich von rudi befreit musste. (sehr lustig aber auch nicht zu empfehlen).
Nach missglückter stromsuche haben wir uns dann ganz dreist mit unserem van neben einen holiday park an einen hübschen garten gestellt und dort übernachtet.
Dann ging es zur letzten station vor dem east cape – opotiki.
Auf der suche nach einer waschmaschine sind wir dann kurzer hand auf ein volksfest gestoßen und haben und kurz dazu gesellt.
Später sind wir an den strand gefahren um dort in aller ruhe zu kochen.
Doch das wurde etwas in die länge gezogen, denn als wir von der strandbesichtigung zurück zum auto kamen, war dube schon von einem kleinen kätzchen und ihrer mutti in beschlag genommen und diente als warmer unterschlupf.
Die beiden waren so knuffig, dass wir uns das vertrauen (mit hilfe von wurst und milch) erarbeiteten und schon überlegten, ob wir sie nicht mit in die stadt nehmen sollten.
Aber nun genug davon … sonst komme ich wieder ins schwärmen und es reicht schon wenn rudi das ertragen muss… (was er sehr gut meistert) … ;)
Soo… nun war es endlich so weit und wir starteten in richtung east cape.
Der highway 35 führte uns stets an der küste der bay of plenty entlang und hatte einiges zu bieten … eine bucht war schöner als die andere und es war auch relativ abwechslungsreich, da die charaktere der buchten auch variierten.
Wir teilten uns die strecke bis zum cape so ein, dass wir ganz relaxed am abend ankamen.
Der leuchtturm selbst steht auf privatgelende, d.h. man muss ein grundstück überqueren um den besagten punkt erreichen zu können.
Nach mehr als 700 stufen bergauf erlebten wir noch den sonnenuntergang.
Der east cape ist ein sehr guter grund, um sich mal wieder aus dem bett zu quälen, damit man dann mit einem sonnenaufgang belohnt wird.
Also hieß es 4:30uhr augen auf, ein schluck von der cola, damit die augen auch aufbleiben und warm angezogen.
Es hat sich definitiv gelohnt!!!
Später haben wir in Te Araroa noch einmal aufgetankt, um die letzte strecke bis Gisborne auch ohne unfreiwilliges stehen bleiben bewältigen zu können.
In Te Araroa selbst gab es dann noch den größten Pohutukawa Baum der welt auf dem schulhof der dorfschule zu besichtigen… echt mega rießig dieses bäumchen.
Die strecke bis Gisborne verlief entgegen der strecke bis zum east cape nicht mehr so nah am meer entlang, sondern eher durch das hinterland und demzufolge auch etwas hügeliger.
Die Tolaga Bay war fast der einige zwischenstopp den wir bis Gisborne einlegten.
Dort gibt es den längsten Pier neuseelands zu bestaunen (660m).
Gleich nebenan startet ein walkway, der zur Cooks Cove ging.
Anfangs führtedieser mal wieder über eine schafsweide um dann später in einen bezaubernden wald einzutauchen und in einer kleinen bucht, in der james cook 1769 an land ging, zu enden.
In Gisborne angekommen bestiegen wir den Stadthügel und schauten uns die eine und andere james cook statue an.
Es ging relativ zügig weiter in richtung Napier, wo wir uns mit isa schon verabredet hatten.
Vorher ging es noch für einen kleinen abstecher auf die halbinsel Mahia, welche den anfang der hawke´s bay markiert und dann über Wairoa nach Napier.
Nun sind wir schon seit drei tagen hier und haben uns neben einem ausflug nach hastings ein weing auszeit vom reisestress … ;) … genommen.
Heute werden wir noch nach Taupo fahren und die nächsten tage den Tongariro Crossing in beschlag nehmen.
Also dann schicke ich euch noch viele vorweihnachtliche grüße über den großen teich aus dem warmen neuseeland.
euer lischen
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