Willkommen im neuen jahr!!!
Ich hoffe ihr seid auch gut reingerutscht?!?! und wurdet nicht zu oft von der fehlenden aktualität dieser seite enttäuscht…
Ja, auch bei uns hat der jahreswechsel so manch neues mit sich gebracht… unter anderem neue erfahrungen und mal wieder ein wenig auffrischung der englischkenntnisse.
aber, alles der reihe nach …
Nach meinem letzten blogeintrag haben wir relativ anschließend new plymouth verlassen. Lediglich ein kleiner zwischenstopp wurde dem paritutu rock gewidmet, welcher einen tollen rückblick möglich machte.
Nachfolgend sind wir immer dem surfhighway folgend zum cape egmont gefahren, wo westlich des taranakis an der küste ein leuchtturm irgendwo im nirgendwo steht.
Dort verweilten wir nach unserem lauf noch ein wenig, um wieder einmal einen sonnenuntergang der extraklasse beobachten zu können.
Und haben uns dann schließlich in opunake zu einem kleinen schläfchen niedergelassen.
Am nächsten tag sollte nun endlich die lang herbeigesehnte hauptstadt wellington wieder ein stückchen näher rücken.
Aber bis dato trennten uns noch etwa 350km und eine menge sehenswürdigkeiten, die entlang der mit schwarzem sand gesäumten westküste verteilt lagen, sodass wir noch einmal in palmerton north übernachteten.
Die attraktionen an der strecke reichten vom pechschwarzen sandstrand bis hin zu einem strand mit ganz vielen kleinen höhlen namens cove beach. Diese wurden uns als geheimtipp empfohlen und gerade der cove beach hat uns als cathedral cove – ersatz von coromandel ziemlich lange verzaubert, sodass wir herumkletterten und die aussicht in vollen zügen genossen.
Unser weg führte uns auch zu der bezaubernden kleinen stadt wanganui, welche wir leider nur pitschnass erlebten, was damit den englischen charakter komplettierte.
Am abend hatten wir dann palmerston north erreicht und haben noch einen kleinen nachtspaziergang über den square unternommen – das ist ein hübscher garten mit palmen, englischem rasen, einer turmuhr und einem ententeich und bildet das zentrum der stadt – wunderschön – wie auch die gesamte stadt!
Da uns dieses örtchen am abend etwas in ihren bann gezogen hatte, blieben wir noch ein wenig da und schauten uns in sportlicher weise die victoria esplanade gardens an.
Und dann ging es auch schon wieder weiter … über den highway 1 bis zum raumati beach, welcher uns mit seinem derartigen pechschwarzen sand noch einmal klarmachte, dass schwarz nicht gleich schwarz ist!
Dann erreichten wir am vorletzten tag des jahres und somit wie geplant wellington.
Damit konnten wir die nordinsel zumindest reisetechnisch schon abschließen.
Wellington – eine stadt, die ich immer mit einer kleinen kehrseite assoziieren werde – dem grausam kalten und starken wind… definitiv nix für mich.
Da ich nun nicht die geborene städterin bin, wie vielleicht (hoffentlich) die meisten von euch wissen werden, war mir die stadt etwas suspekt.
Sie hat definitiv charakter, aber irgendwas hat mir absolut nicht gefallen – ich weiß nur nicht was…
Ich schätze es lag daran, dass sie mir einfach zu unsortiert war … außerdem hatte ich viel kopfschmerzen, was eventuell die bewertung etwas verzerrt … ;)
Allerdings hatte sie auch genug schöne ecken zu bieten, wie zum beispiel „the waterfront“ wo wir unwissentlich silvester verbracht haben, da wir einfach den menschenmassen gefolgt sind und dann auf eine livebühne gestoßen sind.
Der silvesterabend ist so wie so dieses jahr relativ unkompliziert von statten gegangen.
Er bestand aus vorglühen, einer privatmodenschau für rudi (ich wusste nicht was ich anziehen sollte) und tanzen… nix feuerwerk!?!?
Hat auch mal was… für den jahreswechsel hat die band kurz aufgehört zu spielen, dann haben wir alle den countdown runtergezählt, die liebsten gedrückt und die musik hat weitergespielt…
Da die fähre für den 4. januar schon gebucht war, hatten wir noch ein wenig zeit wellington unsicher zu machen.
Das te papa museum war dabei eines der highlights für mich.
Neben einem sehr informativen areal über plattentektonik, vulkanische ereignisse und über die gesamte thematik gab es auch einen riesentintenfisch zu sehen, der einen augendurchmesser von 27cm hatte.
Außerdem war es sehr interessant zu erfahren, wie die wichtigsten gebäude wellintons, beispielsweise das parlament, vor erdbeben geschützt werden – sie sind auf einen block aus gummi mit bleieinsätzen gestellt, um somit die gebäude schwingungsfrei zu lagern.
Hammergeile erfindung!
Des weiteren gab es in der 160 000 seelen- hauptstadt für uns einen privaten stadtrundgang mit mietzer, einem sehr guten kumpel von meinem brüderchen - tino… ;)
Wir waren sehr glücklich über die gastfreundlichkeit…das bett war gemütlich, das essen hat geschmeckt, die dusche war nötig und der abend mit mietzer und seinen beide mitbewohnern sehr unterhaltsam.
Ein ganz großes DANKESCHÖN von uns beiden!!!
Zusammen erkundeteten wir das regierungsviertel und den botanischen garten.
Außerdem bekamen wir viele interessante nebeninfos, wie zum beispiel, dass die kiwis zur zeit ein kleines problem in der stadt stehen haben, welches den namen jennifer trägt!(siehe webalbum)
Zur erklärung: Jennifer ist eine dame, die gegen alles ist und dagegen demonstriert… unter anderem auch gegen parkgebühren!
Inzwischen haben sich schon parkschulden in einer höhe von über 2000$ angehäuft aber ich denke nicht, dass sie die jemals bezahlen wird.
Die stadt ist ratlos! Um das gesetz auszunutzen hat sie eine puppe hinter das steuer gesetzt, um nicht abgeschleppt werden zu können.
Außerdem hat die gute frau auch ein sorgentelefon eingerichtet, um vielleicht neue ideen zu bekommen, was es denn noch so alles böses auf der welt gibt … *schmunzel*
Wir fanden es extrem lustig … das ist neuseeland … et voila !!!
Neben solch sehr gewöhnungsbedürftigen attraktionen gab es noch genügend beeindruckendes, wie den mt victoria und den sinclair head mit dem devils gate.
Der mt victoria liefert einen so fantastischen 360° - überblick über wellington und der sinclair head war nur mit einem jeep mit vierradantrieb oder zu fuß erreichbar, sodass es eine perfekte laufstrecke für uns war.
Um das devils gate herum sollte sich eigentlich eine seelöwenkolonie befinden, doch leider waren diese unauffindbar oder wir sind beide blind – gestunken hat es auf jeden fall nach ihnen… *igitt*
Und dann hieß es nun wirklich abschied nehmen … von der nordinsel.
… GOODBYE!!!
man sollte eigentlich nicht zurückblicken sondern immer nur nach vorn – auf das was noch kommt, aber ich kann behaupten sehr viel auf der insel erlebt, gesehen und gelernt zu haben und auch ein wenig traurig war, dass ich sie verlassen musste.
Doch es gibt mindestens noch einmal so viel zu bestaunen… auf der südinsel.
Die überfahrt war neben den postkarten und dem auto bis jetzt eine der kostenintensivsten ausgaben und war, zusätzlich zur notwendigkeit, unbeschreiblich schön.
Bei allerbesten bedingungen, welche sich in einem spiegelglatten meer, blauen himmel und strahlenden sonnenschein verdeutlichten, ging es in aller frühe los … in richtung picton … aus dem hafen der hauptstadt raus, vorbei am sinclair head über die cook strait – dann der letzte blick zurück!!!
Ein unvergessliches erlebnis für mich war es, als wir kurz nach dem einbiegen in die marlborough sounds ein kleines stück von delfinen begleitet wurden.
Die fjörde an sich waren ebenfalls sehr einprägsam.
In picton erkundeten wir die landschaft noch etwas ausführlicher und übernachteten das erste mal auf der südinsel an dem aussichtspunkt in der victoria domain, welcher uns einen wunderschönen blick auf die kleine willkommensstadt ermöglichte.
Auf der strecke richtung nelson nutzen wir die gelegenheit und tauchten noch einmal etwas tiefer in die malborough sounds ein und machten dort zwei schöne läufe.
In nelson angekommen, wollten wir anfangen nach einer wwoofing farm zu suchen, um dort mit kostenlosem internet entspannter nach arbeit suchen zu können.
Das wort „wwoof“ ist eine abkürzung für willing workers on organic farms und sieht ein geniales konzept vor.
Es funktioniert indem wir (armen backpacker) für die farmbesitzer arbeiten und im gegenzug von ihnen unterkunft und verpflegung bekommen.
Man ist in dieser zeit vollkommen in den alltag integriert, tut etwas für seine englischkenntnisse und erfährt sehr viel über die kultur und das leben der neuseeländer. ich finde diese variante ein land kennen zu lernen hammer.
Da rudi sich zu einem wettkampf in blenheim angemeldet hatte, fuhren wir am 8.januar rüber und schauten uns das von weinfeldern gesäumte örtchen einmal an.
Die hostels sind von den weinfeldern in der region geprägt… quasi arbeitet eigentlich jeder backpacker der in blenheim ist auf dem weinfeld.
Dem entsprechend kurz ist die nacht und alle werden nacheinander von kleinbussen zur arbeit abgeholt.
uns sollte es bald nicht anders gehen, denn als wir isa wieder trafen hatten sie und drei andere jungs schon ein paar telefonnummern gesammelt, die wir anriefen und am darauffolgenden montag standen wir in reih und glied auf dem feld.
Die arbeit bestand aus blätterzupfen, trauben mininmieren, triebe abreißen, den wein festzuspannen … und vielem mehr …
Da es alles relativ monoton war, konnte ich mir nicht vorstellen länger als zwei wochen dort zu arbeiten.
Etwas ärgerlich war jedoch, dass wir häufig zu zeitig fertig waren und somit keine arbeit mehr hatten, dh. wiederum kein geld – schlecht für uns!!!
Zuletzt hat rudi auch noch den freitag frei bekommen, sodass er beschloss die nächste woche wwoofen zu gehen.
Ich entschied mich hingegen für eine woche mehr arbeit, denn ich bin jung und brauche das geld … :P
Somit fuhren wir wieder ins 1,5 stunden entfernte nelson, um dort einen schönen tag miteinander zu verbringen und später rudi auf der farm abzusetzen.
Doch nahezu direkt bevor rudi anfangen wollte seine sachen zu packen, bekamen wir eine sms mit dem inhalt, dass für mich nächste woche keine arbeit ist.
Ich wusste nicht, ob ich glücklich oder traurig sein sollte, denn die entscheidung zwischen wwoofen und arbeit bzw. dem geld fiel mir schon sehr schwer und war im endeffekt eher eine entscheidung der vernunft als eine des wollens.
Damit hatte ich einen sehr zufrieden stellenden plan B und wir fuhren gemeinsam auf die farm, welche im aniseed valley lag und unser zu hause der letzten woche war.
Unsere übergangseltern waren grob geschätzt zwischen 50 und 60 und betreiben neben der 25ha großen farm auch noch einen bioladen in nelson.
Auf der farm hat man sich schon schlecht gefühlt, wenn man unorganisches schampoo benutzt hat, denn ich glaube es gab nix in diesem haus was nicht biologisch war – vom essen angefangen bis hin zum reinigungsmittel.
Ein besonderes erlebnis war die benutzung und bedinungsanleitung der komposttoilette namens kakapo… *grins*
Unsere tätigkeiten spielten sich auf der farm und im bioladen ab.
auf der farm haben wir salat gezupft, knoblauch zum trocknen präpariert, apfelbäume von überflüssigen äpfeln befreit, kartoffen ausgebuddelt, unkraut gezupft, hühner gefüttert und noch so einiges mehr.
Im laden waren wir lediglich für das saubermachen der regale und das einpacken diverser kochzutaten zuständig.
Nun sind wir bereit, um unseren letzten reisblock rund um die südinsel anzutreten, denn lange ist es nicht mehr bis rudi wieder heimfliegt. :’(
unser plan sieht zu beginn vor den abel tasman nationalpark mit dem kajak zu erkunden und dann später zur golden bay zu tigern, um dort eventuell den farewell spit anzuschauen.
Allerdings sieht es hier nicht sonderlich gut aus was größere zivilisation angeht und deshalb könnte es bis zum nächsten bloggen wieder etwas dauern, aber ich hoffe ihr werdet es überleben … und habt genug um die ohren.
liebe grüße aus nelson …
stay tuned

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen